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München unter nächster magischer Inzidenz-Marke - Söder verkündet neue Lockerungen für Bayern nach Pfingsten

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Von: Lena Bammert

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Auf der Pressekonferenz mit Angela Merkel informiert Markus Söder über die Öffnungs-Pläne für Schulen in Bayern sowie über den Impfplan für Kinder und Jugendliche.

Update vom 27. Mai, 20.10 Uhr: München hat die nächste Inzidenz-Schwelle unterboten. Die Stadt verkündete am Donnerstag, dass die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz bei 34,9 und damit unter dem magischen Wert von 35 liegt. Bleibt das in den kommenden fünf Tagen ebenfalls so, locken neue Regel-Erleichterungen - insbesondere bei den Kontaktbeschränkungen.

So sind nach Stadt-Angaben dann wieder Treffen „mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten wird“ möglich sein. Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet.

Am 27. Mai nannte die Stadt München allerdings auch 102 neue Corona-Fälle - das sind leicht mehr als in den Tagen zuvor. Zwei weitere Tote kamen hinzu.

Möglich ist auch, dass die Inzidenz nur wegen der Verzerrungen über die Feiertage sinkt. Hier wird erwartet, dass weniger Menschen getestet wurden oder einen Arzt aufgesucht haben.

Impf-Gipfel mit Merkel: Kanzlerin richtet besonderen Gruß an Söder

18:39 Uhr: Die Pressekonferenz nach dem Impfgipfel ist beendet. In Richtung Söder richtet Angela Merkel abschließend noch „Grüße nach Bayern“ aus.

18:24 Uhr: Markus Söder äußert sich nochmals zu den Schüler und Schülerinnen, die lange auf einen Impf-Plan warten mussten: „Ich bin echt super-optimistisch, dass diese Generation das überwinden wird.“ Trotzdem müsse man natürlich die entstandenen Kollateralschäden versuchen zu beheben. Er habe „das Gefühl, dass diese Generation sehr stark ist und das besser wegsteckt, als ich es erwartet hätte.“

18:16 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident mahnt zu vorsichtigem Optimismus: „Es wird in Deutschland jeden Tag besser, aber wir haben noch eine Menge an Arbeit vor uns.“

Markus Söder äußert sich: Impf - und Öffnungs-Plan für Schulen in Bayern

18:11 Uhr: Jetzt spricht Markus Söder, der per Video dazu geschaltet ist. Er betont, dass es weiterhin keine Impfpflicht geben wird. „Keiner muss geimpft werden, aber wir wollen Angebote machen.“ Den Abschlussklassen soll im Juni ein solches gemacht werden. Unabhängig davon: „Schule ist trotzdem möglich“, so der Ministerpräsident. Nach den Pfingstferien soll in Bayern noch zwei Wochen Wechselunterricht stattfinden - „zur Sicherheit“. Danach soll überall in den Präsenzunterricht übergegangen werden - und zwar überall dort, wo der Inzidenzwert unter 100 liegt. Für die Schüler sei das eine Chance noch einmal in die Schulen zurückzukehren vor den Sommerferien.

17:58 Uhr: Merkel eröffnet die Konferenz und bekräftigt nochmals, dass bis zum Ende des Sommers jedem Bürger und jeder Bürgerin ein Impfangebot gemacht werden wird. Sie betont, dass ein sicherer Schulbetrieb jedoch unabhängig von der Frage zu betrachten sei, ob alle Schüler und Schülerinnen geimpft sind. Denn die jüngeren Kindern können auch weiterhin nicht geimpft werden, so Merkel. Ab dem 7. Juni können Kinder und Jugendliche demnach einen Impftermin bekommen, an diesem Tag endet die Impfpriorisierung. Der genaue Ablauf bleibt den Ländern überlassen. Einen zusätzlichen Impfstoff für Kinder und Jugendliche wird es nicht geben, dieser wird aus dem bestehenden Kontingent abgezweigt.

Der digitale Impfpass wird im Rahmen einer unabhängigen App oder innerhalb der Corona-App eingespeist werden, die Tests dazu laufen. Bis Ende Juni, spätestens Anfang Juli wird dieses Angebot zur Verfügung stehen.

Erstmeldung vom 27.Mai:

München - An diesem Donnerstag (27.05.2021) kommen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten erneut zu einem Impf-Gipfel zusammen. Besprochen werden unter anderem mögliche Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Wie die dpa berichtet, will der Bund dafür knapp 6,4 Millionen Impfdosen bereitstellen. Bisher ist dafür allerdings noch kein Vakzin zugelassen. Bereits einen Tag nach dem Impf-Gipfel berät die europäische Arzneimittelbehörde EMA aber über die Zulassung eines Biontech-Impstoffs für Kinder ab zwölf Jahren.

Merkels Impf-Gipfel: Was macht Söder in Bayern?

Außerdem steht eine Entscheidung bezüglich der Impfstoff-Verteilung unter den Bundesländern an. Im Vorfeld bezeichneten Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher diese als ungerecht.

Ebenfalls beraten wird auch über den digitalen Impfpass. Ein genauer Zeitpunkt, zu welchem dieser in den einzelnen europäischen Ländern eingeführt werden soll, ist bisher noch nicht klar.

Interessant wird auch, wie Markus Söder mit diesen Thema im Bezug auf Regelungen in Bayern umgehen wird.

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