„Was ist hier passiert?“

Corona-Schild in Supermarkt entdeckt: Es weist auf Fehler hin, den wohl viele machen, ohne es zu merken

Szene aus einem Supermarkt in Dresden, Hauptstadt von Sachsen
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Die Hygiene-Maßnahmen sind durch Corona in Supermärkten ohnehin schon verstärkt (Symbolbild).

Was geht denn in diesem Supermarkt vor sich? Ein bizarres Hygiene-Schild wirft bei Kunden Fragen auf. Viele machen einen Fehler wohl unbemerkt.

  • Das Coronavirus erfordert besondere Beachtung der Hygiene-Regeln.
  • In Zeiten der Pandemie sind Hygiene-Schilder keine Seltenheit, dennoch erregt dieses sehr viel Aufmerksamkeit.
  • Hinter dem Schild steckt eine Geschichte.

Wuppertal - In einem Laden der Supermarkt-Kette akzenta geht die Kundschaft einkaufen wie auch sonst immer. Nur diesmal mit einem Unterschied - ein seltsames Schild wurde aufgebaut.

Kundin des Supermarktes twitterte das Hygiene-Schild - „Was ist hier passiert?“

Eine Kundin schien das Schild so kurios zu finden, dass sie es kurzerhand twitterte. Dazu nutzte sie die Bildüberschrift „Was ist hier passiert“.

Seit der Corona-Pandemie und den mit ihr einhergehenden Abstands- und Hygieneregeln hat sich unser Alltag ohnehin stark verändert - Gesichtsmaske tragen, körperlicher Abstand zu Menschen und Homeoffice stehen auf der Tagesordnung. In Supermärkten müssen die Mitarbeiter also neben der konsequenten Beachtung der lebensmittelhygienischen Vorschriften nun auch gewissenhaft kontrollieren, ob die Corona-Hygiene-Maßnahmen eingehalten werden. So soll sich das Virus zumindest schon mal dort nicht wie ein Lauffeuer verbreiten können.

Die festgelegten Corona-Hygiene-Maßnahmen haben zur Folge, dass in beinahe jedem Supermarkt Hygiene-Schilder zu finden sind, die zum Beispiel darauf hinweisen, Abstand zu halten und Schlangenbildungen an der Kasse zu vermeiden. Auch am Boden angebrachte „Stopplinien“, die der Einhaltung des Mindestabstands dienen, sind nicht selten in Supermärkten vorzufinden.

Wuppertal: Warum erregte das Hygiene-Schild des Supermarktes so viel Aufmerksamkeit?

Auch wenn Hygiene-Schilder zu Zeiten der Pandemie normal sind, so wirft dieses eine durchaus Fragen auf: „Aus hygienischen Gründen bitten wir Sie den Pfandbon nicht in den Mund zu nehmen. Wir danken für Ihr Verständnis. Ihr akzenta-Team.“

Bei einem kuriosen Schild wie diesem kann schon mal die Frage aufkommen, was in dem Supermarkt passiert sein muss, dass die Mitarbeiter es für nötig hielten, dieses Schild aufzustellen.

Zu jedem Schild gibt es eine Geschichte - es ist beileibe nicht das erste dieser Art

Das Schild aus dem Wuppertaler Supermarkt spricht ein ernsthaftes Hygiene-Problem an. Damit die Menschen im Supermarkt die Hände beim Leergut-Automaten oder auch an der Kasse frei behalten können, stecken sie den Pfandbon kurzerhand in ihren Mund. Viele unbemerkt. Das zeigte sich schon vor einigen Monaten. Denn das Schild ist nicht das erste seiner Art, auch andere Märkte haben offenbar eines angebracht.

Gerade zu Corona-Zeiten ist es absolut inakzeptabel, den Pfandbon in den Mund zu klemmen. Zum einen, da diese Aktion erfordert, dass man seine Maske beim Einkauf abnehmen oder herunterziehen muss. Zum anderen, da die Kassierer den feuchten Bon in die Hand nehmen müssen, um ihn über das Kassenband zu ziehen. Das ist nicht nur sehr unhygienisch, sondern auch unangenehm für die Kassierer.

Die Situationen, in denen der Pfandbon im Mund landet, sind meist die gleichen. Am Leergut-Automaten, wenn man den Bon aus dem Ausgabeschacht zieht und die Tüten mit den Einkäufen wieder in die Hände nehmen will. Oder auch an der Kasse, wenn man nach Kleingeld kramt und man die Hände dazu braucht.

Wuppertal: Das Corona-Virus erfordert besondere Hygiene-Maßnahmen - auch im Supermarkt

Auf den ersten Blick erscheint das Hygiene-Schild total skurril. Doch eigentlich ist es nur ein Appell an den gesunden Menschenverstand. Gerade in Zeiten wie diesen, wo Hygiene mitunter das Wichtigste ist, um präventiv gegen das Virus vorzugehen. (lp)

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