Symptome und Anzeichen

Coronavirus-Symptome: Was deutet auf eine Erkrankung hin?

Auf zwei Monitoren sind am Klinikum Stuttgart Computertomographieaufnahmen der Lunge eines Covid19-Patienten zu sehen
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Die Lunge ist von Covid19 besonders betroffen

Eine Coronavirus-Infektion kann zu hohem Fieber, Husten und Kurzatmigkeit führen. Der Krankheitsverlauf und die Symptome variieren aber oftmals sehr stark.

  • Eine Infektion mit dem Coronavirus ruft Symptome wie Fieber, Husten und Müdigkeit hervor.
  • Der Krankheitsverlauf kann bei diesem Virus sehr stark variieren.
  • Einige Patienten klagen nach einer Erkrankung auch über Spätfolgen

Menschen, die sich mit dem Coronavirus oder COVID-19 infizieren, können nur wenige oder sogar gar keine Symptome aufweisen, aber auch sehr ernsthaft daran erkranken bzw. sterben. Zu den häufigsten Anzeichen zählen:

  • Müdigkeit
  • Fieber
  • trockener Husten

Seltener treten bei der Erkrankung ein Hautausschlag, ein Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns, Kopfschmerzen, Bindehautentzündungen, Durchfall und Gliederschmerzen auf. Bei einer sehr schweren Symptomatik leiden die Betroffenen an Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden, Druckgefühl oder Schmerzen im Brustbereich bzw. an einem Verlust der Bewegungs- und Sprachfähigkeit. Das Virus kann die Atemwege im Verlauf sehr stark schädigen und sogar ein Lungenversagen verursachen. Bei einem schweren Verlauf kommt es zu einer Zerstörung der Zellen in den Bronchien, gleichzeitig startet der Körper eine Entzündungsreaktion, die die Nerven, die in der Bronchienwand zu finden sind, reizt. Dadurch tritt der charakteristische Husten auf. Schreitet die Erkrankung weiter fort, so werden auch die Lungenbläschen-Zellen infiziert und entzünden sich. Außerdem lässt die Funktion der Sauerstoffaufnahme, die normalerweise über die Lungenbläschen erfolgt, bei vielen Patienten nach.

Coronavirus-Erkrankung: unterschiedlicher Krankheitsverlauf

Eine Erkrankung mit dem Coronavirus () kann ganz unterschiedlich verlaufen. So zeigen manche Menschen keinerlei Anzeichen oder Symptome und bemerken daher gar nicht, dass sie erkrankt sind. Das Virus kann aus diesem Grund ganz unbemerkt an andere weitergegeben werden. Bei den meisten zeigt die Krankheit einen milden Verlauf, das heißt, es zeigen sich zwar Symptome, diese sind aber nur relativ schwach ausgeprägt.

Bei schweren Krankheitsverläufen verschlechtern sich die Symptome wie Müdigkeit, Husten und Fieber nach etwa fünf bis zehn Tagen, die Patienten leiden an Atemnot und können auch eine Pneumonie (Lungenentzündung) entwickeln. In diesem Fall müssen die Betroffenen im Krankenhaus behandelt werden und erhalten Sauerstoff. Kritisch wird es dann, wenn sich die Atemwegs-Symptome extrem verschlechtern und eine intensivmedizinische Behandlung notwendig ist. Unterstützend werden die Patienten dann auch maschinell beatmet. Im schlimmsten Fall löst eine Coronavirus-Infektion eine Sepsis aus. Die Viren gelangen dann in die Blutbahn und verbreiten sich im gesamten Organismus. Das Immunsystem produziert Abwehrstoffe, wodurch sich die Blutgefäße entzünden und sich Blutgerinnsel bilden können, die zu einer Organschädigung führen. Wenn eine Sepsis nicht früh genug behandelt wird, kann sie zum Tode führen.

Coronavirus-Erkrankung: mögliche Folgeschäden

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann darüber hinaus auch zu Folgeschäden führen. Bei etwa 80 Prozent der Patienten sind nur die oberen Atemwege betroffen. Es gibt aber auch Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist, sodass das Virus bis in die Lunge gelangen und dort das Lungengewebe verändern kann. Viele von ihnen klagen selbst nach der Genesung noch über Symptome, wie zum Beispiel Husten und Kurzatmigkeit, seltener treten Geruchs- und Schlafstörungen auf. Weitere Anzeichen von Folgeschäden sind Panikattacken oder andere psychische Probleme. Bei Menschen, die einen schweren Verlauf der Erkrankung zeigten, können auch Schädigungen des Herzmuskels bzw. Nierenschädigungen auftreten, da oftmals die Nierengefäße durch ein Gerinnsel verstopfen. Auch ein sogenannter Zytokinsturm, eine Überreaktion des Immunsystems, kann eine Schädigung der Nieren hervorrufen. Ausschlaggebend für mögliche Langzeitfolgen ist dabei die Schwere der Erkrankung. Bei einem milden Krankheitsverlauf sind die Betroffenen meist sehr schnell wieder fit, Müdigkeit, Fieber und Husten verschwinden, allerdings dauert die Erkrankung zwischen zehn und 21 Tagen, also länger als beispielsweise bei einer Influenza.

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