Corona-Urlaub

Delta-Variante bereitet Sorgen: Sommerurlaub ade? Zwischen Entwarnung und Beschränkungen

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Die Ausbreitung der Delta-Variante könnte den Sommerurlaub gefährden.

Die Urlaubssaison ist in vollem Gange, doch die Sorge bleibt, dass die Delta-Variante des Coronavirus einen Sommerurlaub verhindert. So ist die Lage in Spanien und Portugal.

München - Die Sommerferien haben fast in ganz Deutschland begonnen. Doch lässt das Coronavirus Urlaub zu? Zunächst sah alles danach aus, dass in diesem Sommer wieder verreist werden kann. In Spanien und Portugal atmete die Tourismusbranche auf, doch jetzt scheint sich das Blatt wieder zu wenden. Denn seit Wochen steigen die Infektionszahlen in Spanien und Portugal an. Verhindert die Delta-Variante des Coronavirus den langersehnten Sommerurlaub?

Coronavirus in Spanien: Maas beruhigt Urlauber

Außenminister Heiko Maas halte die Corona-Lage in Spanien trotz steigender Infektionszahlen derzeit nicht für besorgniserregend, berichtet die dpa. Dabei liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien bei 173. Die Delta-Variante des Coronavirus sei in Spanien noch nicht so weit verbreitet wie in Portugal oder auch Deutschland, heißt es weiter.

Delta-Variante in Portugal: RKI stuft Land auf Hochinzidenzgebiet zurück

Mit der Ausbreitung der Delta-Variante in Portugal waren die Corona-Infektionen in dem südeuropäischen Land wieder kräftig gestiegen. Dabei galt Portugal noch im Mai als eines der sichersten Reiseziele Europas. Bis Mittwoch (7. Juli) war Portugal aufgrund der Delta-Variante sogar als Virusvariantengebiet eingestuft. Damit bestand für Reiserückkehrer eine 14-tägige Quarantäne.

Die Quarantänepflicht entfällt nun wieder, da Portugal auf ein Hochinzidenzgebiet zurückgestuft wird. Auf der Risikoliste des Robert-Koch-Instituts sind neben Portugal auch mehrere spanische Urlaubsregionen wie Katalonien, Andalusien und Kantabrien zu finden.

Delta-Variante in Spanien und Portugal nicht mehr aufzuhalten

Für dieses Hin und Her ist die Delta-Variante verantwortlich. Diese gilt als ansteckender als die bisher kursierenden Virus-Varianten. Nachdem zunächst in Großbritannien die Zahlen nach oben geschnellt waren, folgten kurz darauf Portugal und Spanien mit einem rapiden Anstieg der Infektionszahlen. Delta lässt sich nicht mehr aufhalten, da ist man sich laut der Süddeutschen Zeitung in Portugal wie in Spanien einig.

Die Regierungen beider Länder scheinen nun zu versuchen, den Schaden zu begrenzen. So hat die portugiesische Regierung eine zeitweise Abriegelung mehrerer Regionen beschlossen. Ausländische Touristen sind davon aber explizit ausgenommen, so die Süddeutsche Zeitung. Außerdem werde versucht die Impfquote zu erhöhen.

Steigende Inzidenzen in Spanien und Portugal

Zwar werden weder von der spanischen noch der portugiesischen Regierung ausländische Touristen für den Anstieg der Corona-Zahlen verantwortlich gemacht, doch ist es auffällig, dass sich der Virus vor allem dort verbreitet, wo sich viele Touristen aufhalten.

So steigen nach Angaben der Süddeutschen Zeitung die Zahlen neben Lissabon und Algarve, an der katalanischen Costa Brava, der Atlantikküste von Kantabrien und auf den Balearen. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Katalonien mit einem Wert von 353. Dort will die Regionalregierung nun das Nachtleben wieder stark einschränken und die Innenräume von Bars schließen. Es bleibt wohl weiterhin ein Hin und Her zwischen Beschränkungen und Lockerungen - zwischen Warnung und Entwarnung. (jsch)

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