„Ich hoffe, sie leidet weniger als ich..."

Das erschütternde Tagebuch von Maddies Mutter

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„Ich hoffe, sie leidet weniger als ich...", schrieb Kate McCann in ihr Tagebuch.

Lange galt Kate McCann als Verdächtige im Fall ihrer vermissten Tochter Maddie.

Immer wirkte sie unterkühlt, ja kalt, wenn sie sich an die Öffentlichkeit wandte. Doch jetzt offenbart sich eine ganz neue Seite an der 40-Jährigen. Die britische Zeitung News of the World behauptet, im Besitz ihres Tagebuches zu sein und veröffentlichte es. Darin beschreibt Kate McCann ihre Ängste, ihre Gefühle, ihre Todessehnsucht über den Verlust der geliebten Tochter. Es sind Zeilen, die erschüttern… Sollten sie echt sein, sind sie womöglich ein Beweis für die Unschuld der dreifachen Mutter. Das Tagebuch beginnt am ersten Urlaubstag der McCanns am 3. Mai 2007 in der kleinen Ferienanlage an der portugiesischen Algarve. Es endet einen Tag, bevor es die portugiesische Polizei beschlagnahmte am 31. Juli. Hier einige Auszüge daraus:

3. Mai 2007Kate McCann erzählt von ihrer Ankunft im Mark Warner Ocean Club. Es ist auch der Tag, an dem Maddie verschwand. „Maddie ist müde, sitzt auf meinem Schoß. Ich lese die Geschichte von Mieze. Bringe die Kinder ins Bett. Gute-Nacht-Küsse. Tür so weit wie möglich zugezogen, ohne sie zu schließen. Habe Haare getrocknet, Make-up aufgelegt. Ruhe, ein Glas Wein. Dann Restaurant.“ Die McCanns gehen in eine nahe gelegenen Tappasbar und essen dort mit Freunden zu Abend. Gegen 22 Uhr entdecken sie Maddies leeres Bett.

4. Mai„Kein Schlaf! Gerry und ich haben bis sechs Uhr auf den Straßen gesucht… Niemand da. Warum nicht? Stunden scheinen wie Minuten…“ Sie werden zur Polizei gebracht. „Niemand hat sich vorgestellt. Niemand hat uns was zu trinken angeboten. Alle haben geraucht. Es wird keine Sympathie gezeigt… Ob sie sie finden? Bitte Gott! Ist sie tot?“

27. Mai„Wir müssen dich finden, Liebes. Ich liebe dich, Madeleine.“

30. Mai„Sie (die Polizisten) wirken, als hätten sie überhaupt keine Spur. Sehr beunruhigend.“ Und: „Morgen sind es vier Wochen seitdem Madeleine weg ist. Wir müssen weiter hoffen und stark sein – zumindest für die anderen.“

2. Juni„Habe wieder im Bett geweint… Der Gedanke an einen Pädophilen lässt mich fast meine eigene Haut herunterreißen.“

5. Juni„Es ist Folter – wie ein langsamer, schmerzvoller Tod. Ich hoffe, ihr Leiden, wenn sie leidet, ist weniger schlimm.“

17. Juni„In den Nachrichten heißt es plötzlich, die portugiesische Polizei hätte gesagt, der Tatort sei wegen uns zerstört und wichtige Spuren seien verloren. Wie können sie es wagen, uns zu unterstellen, das Leben unserer Tochter sei wegen uns in Gefahr gebracht worden! Sehr verärgert, sehr wütend.“ Und: „Mein kleiner Liebling… Du weißt, du weißt, dass wir niemals etwas tun würden, was dich in Gefahr bringt. Du bist das Beste, was mir je in meinem Leben passiert ist. Ich kann nicht begreifen, dass wir dich nie wieder sehen sollen.“

12. Juli„Ich hasse die Person, die mir meine Madeleine genommen hat…

18. Juli„Ich fühle mich, als wenn ich gleich zusammenbreche. Wieviel Schmerz kann ein Körper ertragen?“

31. Juli(letzter Eintrag) „Träum was Schönes. Kleines, bleib stark. Mami.“

Quelle: tz

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