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Das Geheimnis der Queen-Handtaschen

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Ohne Handtasche (Foto: beim Besuch in Brüssel) sieht man die Queen nur selten.
Ohne Handtasche (Foto: beim Besuch in Brüssel) sieht man die Queen nur selten. © dpa

London - Sie hat ein überaus ausgeglichenes Gemüt und verliert eigentlich nie die Fassung.

Egal ob bei einem Deutschland-Besuch vor Schulkindern in Potsdam, beim Kirchgang auf Schloss Windsor oder beim Empfang von Frankreichs Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy: Ohne eine ihrer rund 200 Handtaschen (vom englischen Hoflieferanten Launer) geht die Queen nicht aus dem Haus. Da schon oft über den Inhalt der Handtaschen von Königin Elizabeth spekuliert worden ist, schreibt Alexander von Schönburg hier die „volle Wahrheit“:

Alle ihrer Handtaschen sind meist aus Kalbs-, Straußen- oder Alligatorleder. Was drin ist? Kein Geld. Schlüssel auch nicht. Und auch kein Pass. Die Königin besitzt – im Gegensatz übrigens zum spanischen König – weder Pass noch Personalausweis. In ihrer Handtasche befinden sich eine ganze Reihe kleiner Glücksbringer, die ihr vor langer Zeit einmal ihre Kinder gebastelt haben.

Wie jede stolze Mutter hat sie auch stets Fotos ihrer Kinder und Enkel dabei. Außerdem ein Döschen mit Minzbonbons, ein paar Hundekekse und, falls ihr einmal langweilig wird, ein Kreuzworträtsel. Darüber hinaus einen Füller (sie verabscheut Kugelschreiber), einen kleinen Spiegel, einen winzigen Terminkalender mit den Initialen ,ER‘ (Elisabeth Regina), ihre Lesebrille und ihr wertvollstes Objekt: ein kleines, silbernes Schminkkästchen, das ihr Prinz Philip nach der Verlobung geschenkt hat.

Ansonsten benutzt die Queen ihre Handtaschen für codierte Signale an ihre engsten Angestellten und ihre Gastgeber. Ist sie irgendwo zu Besuch, werden ihre Gastgeber vorher darüber in Kenntnis gesetzt, dass, wenn sie ihre Handtasche auf den Tisch stellt, der Besuch sich dem Ende zuneigt und sie sich binnen der nächsten fünf Minuten verabschieden wird. Wechselt sie ihre Tasche von der linken auf die rechte Seite, wissen die Hofdamen: Es ist Zeit zu gehen. Als äußerstes Warnsignal, eine Art hofinternes SOS, gilt, wenn sie ihre Tasche links neben sich auf den Boden stellt. Das bedeutet: Retten Sie mich! Und zwar sofort! Hängt ihre Tasche an ihrem gebeugten linken Arm, signalisiert sie, dass alles zu ihrer Zufriedenheit läuft.Einer der wenigen überlieferten Wutanfälle ereignete sich, als einer ihrer Diener ihren geliebten Corgis Gin unters Futter gemischt hatte und sich köstlich amüsierte, wie die Hunde anschließend über ihre kurzen Beine stolperten.

Aus dem Buch „Alles was sie schon immer über Könige wissen wollten, aber nie zu fragen wagten“.

Quelle: tz

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