47 Brände in Los Angeles

Deutschem Feuerteufel drohen 89 Jahre Haft

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Einer von 47 Tatorten, an denen Harry B. Feuer gelegt haben soll.

Los Angeles - Über vier Tage hinweg versetzte Ende des Jahres 2011 eine Brandserie mit fast 50 Feuern Los Angeles in Schrecken. Jetzt kommt der Fall vor Gericht. Auf der Anklagebank sitzt ein Deutscher.

Allein in einer Nacht loderten 19 Feuer, Autos brannten völlig aus, die Flammen griffen auf Garagen und Häuser über, verletzt wurde zum Glück niemand.

Der Prozess gegen Harry B. hatte sich immer wieder verzögert. In Untersuchungshaft erkrankte der 29-Jährige an Krebs. Und sein Pflichtverteidiger Steve Schoenfield spricht nicht nur von Krebs. „Er hat sehr viele psychische Probleme und leidet an Autismus“, sagt der Jurist. 

Der Staatsanwalt Sean Carney fährt beim Prozessbeginn Mitte August hingegen schweres Geschütz auf. Aus Wut und Rache wollte Harry B. Amerika „zum Brennen“ bringen, wirft der Ankläger dem 29-Jährigen vor. 

Die Geschworenen könnten möglicherweise schon in dieser Woche ein Urteil fällen. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem 29-Jährigen bis zu 89 Jahre Haft, sagt Schoenfield.

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