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Deutscher (27) seit 38 Jahren vermisst - Wanderer findet Jahrzehnte später entscheidenden Hinweis

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Von: Julia Volkenand

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Im Rocky Mountains National Park verschwand ein Deutscher vor 38 Jahren.
Im Rocky Mountains National Park verschwand ein Deutscher vor 38 Jahren (Symbolbild). © picture alliance/Uncredited/The National Park Service/AP/dpa

Vor 38 Jahren kehrte ein Deutscher von einer Skitour in den Rocky Mountains nicht zurück, blieb seitdem verschwunden. Nun konnte der Vermisstenfall wohl gelöst werden.

Colorado - Eine Skitour im Rocky Mountains Nationalpart im US-Bundesstaat Colorado sollte eigentlich ein schöner Ausflug werden. Doch von seiner Tour kam ein 27-jähriger Deutscher nie zurück. Ganze 38 Jahre lang galt er als vermisst. Nun halten die Behörden in den USA den Fall für gelöst, berichtete die Parkbehörde des Bundesstaates am Donnerstag, 4. November.

Man habe Knochenreste in der Bergregion gefunden, die man glaube, dem Vermissten zuordnen zu können. Am 13. Februar 1983 war der Mann aus Westdeutschland, der in Dorf Collins wohnte, zu einer mehrtägigen Tour aufgebrochen.

Suche nach Vermisstem in Rocky Mountains schwierig

Er sei ein erfahrener Bergsteiger gewesen, heißt es weiter. Erst am 19. Februar habe sein Mitbewohner ihn als vermisst gemeldet. Sofort habe man eine Suche gestartet, aber wegen starken Schneefalls nur schwer Spuren von dem Verschwundenen gefunden. Ein kleiner Lebensmittelvorrat und sein Schlafsack konnte im Laufe der viertägigen Suche ausfindig gemacht werden, aber von dem Skitourengeher selbst fehlte jede Spur. Man habe im Laufe der Jahre immer wieder nach ihm gesucht, jedoch ohne Erfolg.

Wanderer findet Knochen von vermisstem Deutschen

Mitte August 2020 dann entdeckte ein Wanderer Knochenüberreste in dem Nationalpark. Diese befanden sich direkt neben den Resten einer früher herab gegangenen Lawine. Bei der ursprünglichen Suche sei das Gebiet, in dem die Knochen gefunden wurden zwar durchkämmt, damals konnte der Vermisste jedoch nicht gefunden werden.

Nach dem Knochenfund habe man weitere Suchaktionen wegen extremer Waldbrände in der Region nicht durchführen können. Auch anschließend einsetzender Schneefall habe weitere Einsätze unmöglich gemacht. Der Gerichtsmediziner des Grand County habe versucht, den Leichnam anhand seines Gebisses zu identifizieren, sei aber zu keinem Ergebnis gekommen. Die Behörden arbeiten eng mit der deutschen Regierung zusammen, um eine Rückführung und Identifizierung zu ermöglichen. (jv)

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