Widersprüchliche Aussage

Deutscher tötete seine thailändische Freundin - nun steht er vor Gericht 

Dieser Fall ging um die ganze Welt: Ein deutscher Mann aus Brandenburg soll seine thailändische Freundin ermordet haben. Nach einem Suizidversuch im Juli sitzt der 36-Jährige in Phuket in Haft.

Phuket - Ein 36 Jahre alter Deutscher steht im thailändischen Badeort Phuket vor Gericht, weil er seine thailändische Freundin umgebracht haben soll. Am Montag erklärte er sich des Totschlags für schuldig, nicht aber des Mordes. Er habe seine Freundin gewürgt, sie aber nicht töten wollen, sagte der Mann aus Lübbenau in Brandenburg. Das widersprach einer früheren Aussage von ihm in einem Polizeiverhör, in dem er sich des Mordes schuldig bekannt hatte.

Die 35 Jahre alte Frau war Anfang Juli verschwunden. Acht Tage später wurde ihr Leichnam im Dschungel gefunden. Die Polizei hatte bald den deutschen Freund im Verdacht. Nach Angaben von Nachbarn gab es zwischen den beiden immer wieder Streit, weil der 36-Jährige besitzergreifend gewesen sei.

Polizisten fahndeten nach dem Mann und umstellten schließlich sein Haus. Als er festgenommen werden sollte, schnitt er sich mit einem Teppichmesser in die Kehle. Wegen des Suizidversuchs kam er ins Krankenhaus. Als er Mitte Juli aus der Klinik entlassen wurde, nahmen Polizisten ihn fest. Seitdem sitzt er in Phuket in Haft.

Der Mann war im vergangenen Jahr nach Thailand gezogen und arbeitete als Fitnesstrainer in dem Touristenort. Dort hatte er die Thailänderin auch kennengelernt. Der nächste Gerichtstermin ist für den 14. Dezember geplant. Wird er wegen Mordes verurteilt, droht ihm lebenslange Haft.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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