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Winter-Wetter in Deutschland: Schneefront pudert Norden - und zieht bald in weitere Regionen

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Von: Patrick Freiwah

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In Deutschland macht sich der erste Schnee des kommenden Winters breit. Eine Kaltfront überzieht den Norden mit „Puderzucker“, doch das war es noch nicht.

Berlin/München - Kalendarisch ist es noch nicht so weit, doch die Vorboten des Wetters sind deutlich zu spüren: Am Freitag, 18. November, machte sich in Deutschland der erste Schnee der anstehenden Wintersaison breit. Das passierte jedoch nicht im süddeutschen Raum, wo die kalte Jahreszeit für gewöhnlich zuerst eine weiße Pracht hervorbringt.

Stattdessen kam es in den Morgenstunden im Norden der Republik zu Schneefall. Auf Eindrücken aus Hamburg und auch Berlin ist zu sehen, dass weite Teile der Großstädte sowie in dazwischenliegenden Regionen mit „Puderzucker“ überzogen sind.

Deutschland-Wetter: Kaltfront überzieht Nordosten mit Schnee

Ausschlaggebend ist ein Tiefdruckgebiet, das mit einer Kaltfront im nordöstlichen Teil Deutschlands für Niederschläge sorgt. Überraschend sind die Schneefälle in Hamburg und Berlin nicht - Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met ließ bereits Tage zuvor wissen, dass „aus Osten Kaltluft nach Deutschland strömt“, die auf „milde Luftmassen aus Südwesteuropa“ trifft und so ein Niederschlagsgebiet entstehe.

Schnee und Schneeregen sind die Folge. Letzterer ist in Norddeutschland gut bekannt - und auch diesmal wird die „weiße Pracht“ nicht von langer Dauer sein. Es gibt keine Aussicht, dass der Schnee liegen bleibt, die Temperaturen befinden sich tagsüber einige Grad über dem Gefrierpunkt.

Jedoch soll es bis Samstagabend zwischen Hamburg und Berlin (Entfernung etwa 250 Kilometer) immer wieder mal Schnee geben, die kalte Luft inklusive Schneezone wandert derweil weiter nach Süden bis zum Main und Rhein, erläutert Jung.

Erster Schneefall in Deutschland, am Freitagfrüh zog eine Kaltfront über den Norden der Republik
Erster Schneefall in Deutschland, am Freitagfrüh zog eine Kaltfront über den Norden der Republik. © IMAGO/Andreas Friedrichs

Deutschland-Wetter: Südwesten wird von Gewitterzelle und Tornado heimgesucht

Im Südwesten von Deutschland ging es bereits am Donnerstag turbulent zu: Eine starke Gewitterzelle sorgte im beschaulichen Saarland für einen Tornado, wo zahlreiche Häuser zerstört wurden. „Meist kann man ihn erst dann ausmachen, wenn sich der typische Wolkenschlauch bereits gebildet hat“, erklärt Wetterexperte Dominik Jung darüber und schildert, dass es in Deutschland derzeit große Luftmassengegensätze gibt. Das führe aktuell vielerorts zu Turbulenzen, führt der Meteorologe aus.

Was mit dem derzeitigen Kältesturz in Deutschland unglücklicherweise einhergeht, sind höhere Energiekosten, die das ordentliche Heizen in vielen Haushalten erfordert. Doch gibt es diesbezüglich eine gute Nachricht: Die nächsten Tage soll es in Sachen Temperaturen wieder nach oben gehen, Jung prognostiziert Werte von über 10 Grad.

Schnee in Deutschland: Samstag vielerorts Niederschläge - dann kommt Wetter-Wende

Bevor die Winterluft aus Deutschland nächste Woche (vorerst) verschwindet, stehen jedoch noch ungemütliche Tage bevor: In der Nacht auf Samstag kann in den deutschen Mittelgebirgen einiges an Neuschnee vom Himmel kommen und teils für glatte Straßen sorgen. Jedoch soll es nicht lange dauern, bis es auch in südlichen Gefilden Deutschlands zum Wintereinbruch kommt: Auf Samstag wird vom DWD auch in den Regionen Oberfranken sowie der nördlichen Oberpfalz Regen und Schnee erwartet. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, passende Reifen auf das Auto zu ziehen!

Der Wetterumschwung in Deutschland verläuft derweil ungewöhnlich zügig, erklärt Dominik Jung: „In diesem Jahr ist das ein recht früher Wintergruß (...). Vor 14 Tagen hatten wir noch Höchstwerte bis 25 Grad und mehr.“

Bekommen wir 2022 weiße Weihnachten? Ein Wetter-Phänomen könnte einen Strich durch die Rechnung machen. (PF)

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