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Paketempfängerin wütet über DHL-Zustellung – dabei ist die Konkurrenz verantwortlich

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Von: Kai Hartwig

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Beschwerden über Paketlieferungen sind keine Seltenheit. Oft passieren diese zu Recht, jetzt kritisierte eine Kundin DHL aber vorschnell.

Münster – Wer ein Paket empfängt, kann auf die Art und Weise der Auslieferung Einfluss nehmen. Entweder der Bote übergibt es persönlich bei dem Empfänger oder der Empfängerin. Oder das Paket landet in an einem vorher vereinbarten sicheren Ablageort, was aber auch nicht immer reibungslos funktioniert.

Paketempfängerin beschwert sich bei DHL über Ablageort – sie ärgert sich über das falsche Unternehmen

Auch die Lieferung an Nachbarn, Bekannte oder in Paketshops ist bei den großen Paketlieferdiensten wie DHL, DPD oder Hermes möglich. Auf Facebook beschwerte sich eine Paketempfängerin nun bitterböse bei DHL. Sie hatte einen bestimmten Ablageort angegeben, der wurde allerdings vom Boten etwas frei interpretiert.

„Vielen Dank für die Zustellung in der Mülltonne. Das Geburtstagsgeschenk stinkt jetzt nach Müll. Vielen Dank hierfür“, schrieb voller Wut zu ihrem Post auf der Facebook-Seite von DHL-Paket. Der enthielt ein offenbar von der Botin aufgenommenes Foto, als Beweis für die erfolgte Lieferung des Pakets. Man sieht eine Hand, die den Deckel einer grauen Tonne öffnet. Darin befindet sich das Paket.

Vermeintliches DHL-Paket wurde von Amazon geliefert – DHL reagiert trotzdem auf Beschwerde

Nicht gerade die ideale Art der Wahl des Ablageortes. Was sich die Botin dabei wohl gedacht hat? Allerdings adressierte die Empfängerin ihre kritischen Worte an die falsche Stelle. Einer Userin fiel das anhand der Beschriftung des Pakets auf. „Sicher, dass es mit DHL kam? Das Label sieht eher nach Amazon aus und soweit ich weiß, machen auch nur die Fotos vom Ablageort“, gab sie zu bedenken.

Ein ne Hand hält den Deckel einer Mülltonne auf, darin befindet sich ein Amazon-Paket
Eine Amazon-Botin wählte für ihr Paket als Ablageort eine Mülltonne. © Screenshot / facebook.com/DHLPaket

Und auch das Social Media Team von DHL schaltete sich ein. Es bestätigte die Vermutung der Facebook-Nutzerin, dass die Paketempfängerin ihren Frust in diesem Fall zu unrecht an dem Paketdienstleister ausgelassen hatte. „Bei uns werden keine Fotos vom Ablegen einer Sendung aufgenommen. Dem Aufkleber nach zu urteilen, handelt es sich dabei um einen anderen Logistiker“, hieß es.

Beschwerde an DHL traf das falsche Logistikunternehmen – Indizien weisen klar auf Amazon hin

Was ebenfalls dafür spricht: Im unteren Teil des Fotos, das die vermeintliche DHL-Kundin postete, sieht man die Worte „Versand durch Amazon“. Auch die Optik des Bildausschnitts erinnert deutlich an einen Amazon-Account. Ein klares Indiz dafür, dass hier nicht die DHL, sondern Amazon für die Paketlieferung zuständig war.

Von der enttäuschten Empfängerin kam bislang kein Kommentar. DHL trifft hier keine Schuld trifft. Doch nicht nur Amazon patzt manchmal bei der Paketlieferung. Auch Hermes hat in einem anderen Fall die Kundin mit dem Ablageort enttäuscht. (kh)

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