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„Danke DHL“: Kundin teilt Foto von zerstörtem Paket

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Von: Julia Hawener

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Ein zerstörtes Paket.
Eine DHL-Kundin machte ein Foto von ihrem demolierten Paket und teilte es auf Twitter. © Screenshot Twitter/Manuela Merl

Eine DHL-Kundin bekommt ein zerstörtes Paket offenbar so zugestellt, dass sie den Schaden nicht sofort bemerkt. Auf Twitter beschwert sie sich über den Paketdienst.

München - Verspätete Paketzustellungen, kryptische Benachrichtigungszettel oder kuriose Ablageorte: Immer wieder ärgern sich die Kunden von Hermes, DPD, GLS, DHL oder UPS über die mitunter abenteuerlichen Zustellpraktiken der Paketdienste. Auch im Netz sammeln sich zahlreiche Anekdoten dazu. So landete beispielsweise eine DPD-Sendung in der Mülltonne, während ein DHL-Paket „sauber aufgeschnitten“ im Treppenhaus abgestellt wurde. Auch die Empfängerin eines DHL-Päckchens aus München war nicht glücklich, als sie ihre Sendung entgegennahm. Auf Twitter machte sie ihrem Ärger Luft. Ihren Beitrag hat die Frau zwischenzeitlich wieder gelöscht (Stand, 23.11.2022, 10.19 Uhr).

DHL-Kundin erhält zerstörtes Paket mit „eiligen Medikamenten“

„Danke DHL“, schrieb die Frau sarkastisch in ihrem Beitrag. Auf dem Foto, das sie auf der Social-Media-Plattform hochgeladen hatte, war ein Paket zu sehen, das in der Mitte so sehr eingedrückt war, dass der Inhalt herausblitzte - „eilige Medikamente“. Wie die aufgebrachte Münchnerin in ihrem Beitrag erläuterte, wurde ihr das Päckchen offenbar so übergeben, dass sie den Schaden zunächst gar nicht bemerkt hatte. „Es wird so hingedreht, dass der Kunde die Seite sieht, die nicht beschädigt ist, Hauptsache losgeworden“, schrieb sie weiter.

Zudem warf die aufgebrachte Frau dem Zustellunternehmen vor, es hätte das Päckchen eigentlich neu verpacken müssen: „Normal müsstet ihr es nachverpacken und den Kunden fragen, ob er es noch annimmt.“ DHL reagierte nicht auf den Twitter-Post. Auf der Internetseite von DHL gibt es jedoch ein Formular, das ausgefüllt werden kann, wenn Pakete von außen beschädigt sind oder Ware im Inneren defekt ist oder gar fehlt. Ob die Verfasserin des Beitrags davon Gebrauch gemacht hat, ist allerdings nicht bekannt. Ebenso teilte sie nicht mit, ob ihre Medikamente in dem zerstörten Paket überlebt haben.

DHL-Kundin: Zustellung von Paketen und Briefen „bitte wieder verstaatlichen“

Ein anderer Post der Twitter-Userin zeigt jedoch, dass das nicht ihre erste negative Erfahrung mit Brief- und Paketzustellern war. Boten hätten ihre Briefe in fremde Briefkästen geworfen oder in den Hausflur gelegt. „Pakete werden zwei Kilometer entfernt zugestellt, natürlich ohne Benachrichtigungskarte“, wütete sie in dem Beitrag. „Bitte wieder verstaatlichen.“ Ein User antwortete auf ihren Post und meinte, er „tätige Bestellungen gar nicht“, wenn er sehe, dass „der Versand über DHL erfolgt“.

Es ist zwar kein Geheimnis, dass Zustellherunternehmen nicht immer die zuverlässigsten sind, doch im 3. Quartal 2022 sind die Beschwerden sogar nochmal „erheblich gestiegen“. Das teilte die Bundesnetzagentur dem ZDF mit. Als Grund für Probleme bei Versand und Zustellung von Briefen und Paketen nannte die Deutsche Post gegenüber der Behörde Personalengpässe und steigende Corona-Infektionen.

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