Säugetiere, Reptilien und Co.

Das sind die gefährlichsten Tiere der Welt

Kissing Bug
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Der Überträger Triatoma infestans sorgt für Tausende Infektionen mit der Chagas-Krankheit

Flauschig und süß - so stellt sich der Mensch Tiere am liebsten vor. Doch einige Geschöpfe können uns sehr gefährlich werden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 2015 untersucht, wie viele Menschen von verschiedenen Tierart getötet wurden und kam dabei zu folgendem Ergebnis:

Platz 15: Hai

In Hollywood-Filmen müssen sie als die „Bestien aus der Tiefe“ herhalten: Haie. Dabei gelten sie eigentlich sogar als friedliche Tiere. Von wegen blutrünstig, brutal und berechnend. Und dennoch gibt es immer wieder Zwischenfälle mit Haien, obwohl der Mensch laut Experten normalerweise kein Teil ihrer Nahrungskette ist. Aber klar: Auch bei Haien gibt es weniger gefährlichere und gefährlichere Ausprägungen.

Der Weiße Hai: Horror aus der Tiefe

„Der Weiße Hai“ von Steven Spielberg war ein Kassenschlager - und vermutlich der Hauptgrund für das schlechte Image des Weißen Haies. Klar ist jedoch auch: Er zählt zu den größten und gefährlichsten Haien überhaupt. Er kann zwischen drei und sechseinhalb Meter groß werden und 64 Kilometer pro Stunde erreichen. Was ihn zusätzlich gefährlich macht: Nur wenige Tiere schnappen dermaßen stark zu wie der Weiße Haie. Schätzungen besagen, dass zwischen einem Drittel und der Hälfte der jährlichen Hai-Attacken von einem Weißen Hai begangen werden.

Der Tigerhai: Lange Zeit als „Abfallfresser“ verschrieben

Kurz gesagt: Der Tigerhai frisst eigentlich alles. Schildkröten, Vögel, Fische oder auch andere Haie. Da in Tigerhai-Mägen jedoch auch Unrat wie Autoreifen, Autoschilder oder Nägel gefunden wurden, erhielt er den abschätzigen Spitznamen „Abfallfresser“. Der Tigerhai gilt neben dem Weißen Hai aber als der für den Menschen gefährlichste Hai. Er kann zwischen vier und fünf Meter lang werden und ist vor allem in tropischen Küstenregionen zu finden.

Platz 14: Wolf

Er ist in den letzten Jahren wieder in aller Munde - und das, obwohl er doch bei uns als (mehr oder weniger) ausgestorben galt. Doch zuletzt häuften sich Wolfsangriffe auf Weidetiere. Ist der Wolf zurück bei uns? Angriffe auf den Menschen gab es vor allem im letzten Jahrhundert, diese lassen sich auf tollwütige Tiere zurückführen. Von Natur aus ist der Wolf ein vorsichtiges Tier, sollte er sich aber bedroht fühlen, kann er unter Umständen auch den Menschen attackieren.

Rudeltiere: In der Gruppe jagen sie größere Beutetiere

Der Wolf ist ein Rudeltier. Wie die NABU schreibt, ähnle die Struktur innerhalb eines Rudels der menschlichen Familie. Mutter, Vater, Kind bilden einen Verbund. „Hierarchien entstehen nur in Zoos und Wildparks, wenn junge Wölfe nicht abwandern können, um sich ein eigenes Revier zu suchen“, so der Naturschutzbund. Die Jagd bildet den zentralen Bestandteil des Zusammenlebens. In einem Rudel machen Wölfe Jagd auf Beutetiere, die eigentlich zu groß für sie sind.

Der Mensch vertrieb den Wolf aus Europa und Asien

Der Wolf war ursprünglich in ganz Europa, Asien, sowie in Nord- und Mittelamerika anzutreffen. Der Mensch grenzte sein Verbreitungsgebiet durch die Jagd stark ein, inzwischen gibt es nur noch in Russland, Kanada und Alaska große zusammenhängende Gebiete, in denen sich Wölfe ausbreiten können. Trotzdem gehen laut WHO zehn tödliche Attacken pro Jahr auf das Konto des Canis Lupus.

Platz 13: Löwe

Eigentlich wissen wir ja, wie gefährlich Löwen sein können. Aber sie sind doch auch, wenn sie klein sind, so süß. Der „König der Löwen“ lässt grüßen. Der Löwe ist nach dem Tiger die zweitgrößte Art aus der Familie der Katzen und ist heutzutage nur noch in Teilen Afrikas sowie in Indien zu finden. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde ist mit den Tieren nicht zu spaßen. 100 von Löwen getötete Menschen stehen pro Jahr zu Buche.

Die meisten Angriffe gehen von Löwen in Gefangenschaft aus

Auch wenn auf dem Speiseplan der Großkatzen eher Antilopen, Gazellen, Gnus oder Zebras stehen, gab es in der Vergangenheit durchaus tödliche Angriffe auf Menschen. Oftmals geschehen diese Attacken jedoch bei Löwen in Gefangenschaft, beispielsweise in Zoos.

Platz 12: Elefant

Wer hätte das gedacht? Laut WHO sterben genauso viele Menschen durch einen Löwen wie durch einen Elefanten, sprich 100 pro Jahr. Dabei haben Elefanten eher das Image, „sanfte Riesen“ zu sein.

Tödliche Angriffe bei Gefahr für den Nachwuchs

Elefanten leben in großen Herden, sie schützen so ihre Jungtiere vor Raubtieren. Besonders wenn Elefanten eine Bedrohung für ihren Nachwuchs ausmachen, gehen sie in den Angriff über. Wenn Elefanten ihre Ohren ausbreiten, mit dem Rüssel schwingen und Steine werfen, sollte man sich vorsichtig zurückziehen. Die Warnsignale der Dickhäuter zu ignorieren könnte tödliche Folgen haben.

Auch in Gefangenschaft können sie aggressiv werden

Doch nicht nur in freier Wildbahn entfesselt der Elefant seine Kraft. Vor allem in Zoos kommt es immer wieder zu tödlichen Vorfällen, in denen Elefanten ihre Wärter:innen attackieren.

Elefanten sind in freien Wildbahn bedroht

In Südostasien sind Elefanten als Haus- oder Arbeitstiere beliebt, in freier Wildbahn dagegen sind sie stark gefährdet. Viele von ihnen fallen Wilderern zum Opfer. Diese haben es auf die Stoßzähne der Elefanten abgesehen, die aus Elfenbein bestehen.

Platz 11: Nilpferd

Lassen Sie sich nicht in die Irre führen: Nilpferde mögen putzig ausschauen, doch sie sind äußerst aggressiv. Jährlich sterben mehr als doppelt so viele Menschen durch den Angriff eines Hippopotamus als durch Angriffe von Löwen und Elefanten zusammen - insgesamt 500.

Gefährlich und vom Aussterben bedroht

Während das Flusspferd früher in weiten Teilen Afrikas verbreitet war, ist es heute vom Aussterben bedroht. Bei Wilderern ist vor allem das Elfenbein ihrer mächtigen Zähne begehrt, das auf dem Schwarzmarkt hohe Preise einbringt. An anderer Stelle auf der Erde dagegen kämpft man mit zu vielen Flusspferden. Und zwar in...

In Kolumbien vermehren sich Nilpferde unkontrolliert

... Kolumbien! Der Drogenboss Pablo Escobar brachte die Nilpferde einst auf die „Hacienda Nápoles“, etwa 170 Kilometer von Medellín entfernt. In dem privaten Tierpark leisteten sie Giraffen, Kängurus, Elefanten und anderen exotischen Tieren Gesellschaft, doch als Escobar 1993 von Sicherheitskräften getötet wurde, kümmerte sich niemand mehr um die Tiere. Heute vermehren sie sich unkontrolliert.

Platz 10: Bandwurm

Über 3500 verschiedene Bandwurm-Arten unterscheiden Forscher:innen. Perfekt an ihre Umgebung angepasst, nisten sich die Parasiten im Körper ihres Wirts ein. Für den Menschen kann ein Befall mit dem Bandwurm unterschiedlich schwer verlaufen. In vielen Fällen bleibt der Parasit unentdeckt. Dringen die gefährlichen Larven in den Darm des Menschen ein, kann dies schlimme gesundheitliche Folgen haben, unter anderem Erblinden, epileptische Anfälle und schlimmstenfalls den Tod.

Bis zu 20 Meter langer Parasit

Zu den gefährlichsten Bandwurmarten für den Menschen gehört der Fuchs-, Rinder-, Schweine-, Hunde-, Fisch- und Zwergbandwurm. Der Parasit findet durch rohes Fleisch, Pilzen oder Beeren Zugang in den Körper, auch Kontakt mit Exkrementen kann die Ursache für einen Befall darstellen. Die Bandwürmer erreichen im menschlichen Körper unterschiedliche Größen. Während manche Bandwurmarten nur wenige Zentimenter lang werden, wächst der Fischbandwurm bis zu 20 Meter lang. Dem Bandwurm fallen jährlich etwa 700 Menschen zum Opfer.

Platz 9: Krokodil

Krokodile gehören in ihrem ausgewachsenen Zustand zu den gefürchtetsten Raubtieren, doch sind die zahlreichen Arten unterschiedlich gefährlich. Vor allem in Afrika sind tödliche Attacken der Reptilien keine Seltenheit, sodass Krokodile lange Zeit als die gefährlichsten Tiere des Kontinents galten.

Zuhause von Ostindien bis nach Australien

Das Salzwasser- oder Leistenkrokodil führt seine Artgenossen in Größe und Gefährlichkeit an. Männliche Exemplare des Reptils können bis zu über fünf Meter lang werden und ein Gewicht von einer Tonne erreichen. Das Verbreitungsgebiet des Krokodils reicht von Ostindien bis nach Nordaustralien, wobei die „Reichweite“ der Echsen einen großen Anteil an der Verbreitung hat. Salzwasserkrokodile können mehrere hundert Kilometer im Wasser zurücklegen, mit kurzen kraftvollen Stößen erreichen sie dabei eine Geschwindigkeit von knapp 30 km/h in der Spitze.

Besonders aggressiv: Das Salzwasserkrokodil

Krokodile sind perfekt an ihre Umwelt angepasst. Knapp unter der Wasseroberfläche warten die Jäger auf ihre Beute, ehe sie mit enormer Beißkraft zuschnappen. Die Salzwasserkrokodile verhalten sich im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Alligatoren, aggressiver.

Der Alligator

Im Vergleich zu ihre Verwandten, den Krokodilen, sind Alligatoren weniger impulsiv und gefährlich. Ein Grund dafür ist der langsamere Stoffwechsel, der die Reptilien träger erscheinen lässt. Zu unterschätzen sind Alligatoren trotzdem nicht. Der Mississippi-Alligator kann über viereinhalb Meter lang werden und seine Beute mit knapp 50 Kilometern pro Stunde attackieren. Insgesamt gehen jährlich rund 1000 tödliche Attacken auf das Konto von Krokodilen.

Platz 8: Spulwurm

Der Spulwurm ähnelt in seinem Aussehen dem Regenwurm. Der Mensch infiziert sich meist über verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel, die mit Tierkot gedüngt wurden, mit dem Parasit. Schätzungen zufolge tragen 1,4 Milliarden Menschen weltweit den Wurm in sich, rund 2500 sterben jährlich an den Folgen der Infizierung. Ein Grund für die weite Verbreitung des Parasits: Der Wurm legt bis zu 20.000 Eier täglich. In Fällen eines starken Spulwurms-Befall greift der Parasit die inneren Organe des Menschen an.

Platz 7: Süßwasserschnecke

Sie sieht harmlos aus. Doch die Süßwasserschnecke kann Krankheitserreger und Parasiten übertragen - beispielsweise den Pärchenegel Schistosoma, mit dem sich auch der Mensch infizieren kann. Der Parasit entwickelt sich im Körper der Schnecke zu einer Larve. Diese Larven werden von den Schnecken ins Wasser ausgeschieden und können von dort auf den Menschen übergehen.

Die Ausbreitung der Schnecke zu verhindern ist gar nicht so leicht

Breitet sich der Zwischenwirt, also die Süßwasserschnecke, stärker aus, so steigt auch die Gefahr für den Menschen. Das kann etwas durch Staudamm- und Bewässerungsprojekte geschehen. Auch in in pestizidbelasteten Flüssen in Kenia konnten Forscher bereits eine starke Vermehrung von Süßwasserschnecken beobachten. Insgesamt 10.000 Todesfälle jährlich versuchen die Schnecke und ihr Pärchenegel.

Platz 6: Raubwanze

Die Raubwanze kann tödlich für den Menschen sein, da sie den Erreger der Chagas-Krankheit überträgt. Das Tückische: Die Krankheit kann lange Zeit unbemerkt bleiben. Nur etwas weniger als 50 Prozent der Erkrankten erleiden Symptome wie etwa Durchfall und Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber, Lymphknotenschwellungen, Ödeme und Luftnot.

Gefährlicher Käfer, der weltweit Zuhause ist

Besonders stark verbreitet ist die Raubwanze in tropisch-subtropischen Regionen. Sie lebt am Boden, auf Blüten, im Gebüsch, in Höhlen und auf Bäumen. Auch in Häusern und Scheunen wurde die Raubwanze bereits beobachtet. In Bolivien, Paraguay und Argentinien ist das Tier sogar als Haushaltsschädling bekannt. Migration begünstigt die Ausbreitung der Raubwanze in andere Länder. Bleibt zu befürchten, dass die Zahl von 10.000 Todesfällen, die der Käfer jährlich verursacht, in Zukunft eher noch ansteigen wird.

Platz 5: Tsetsefliege

Dieses kleine Insekt ist lediglich zwischen acht und 18 Milimetern groß - also vergleichbar mit einer Stubenfliege. Das Insekt kann bei einem Stich, bei dem es Blut saugt, die Afrikanische Schlafkrankheit übertragen. Mit der Krankheit gehen neurologische Symptome einher, beispielsweise Koordinationsschwierigkeiten, Verhaltensänderungen und Schlafstörungen. Wird die Krankheit nicht behandelt, kann sie zum Tod führen.

Der kleine Überträger liebt hohe Temperaturen

Verbreitet ist das Insekt in Afrika südlich der Sahara, insbesondere in den Ländern in der Mitte des Kontinents. Da es keine Impfung und keine Medikamente gegen die Krankheit gibt, müssen Menschen in diesen Gebieten Schutzmaßnahmen ergreifen. Insbesondere während warmer Jahreszeiten empfiehlt es sich, Kleidung in neutralen Farben zu tragen. Denn sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Farben ziehen die Tsetsefliege an. Büsche zu meiden und die Kleidung mit Permethrin zu behandeln, mindert das Risiko zusätzlich. Dennoch fallen die Schlafkrankheit jährlich rund 10.000 Menschen zum Opfer.

Platz 4: Hund

Eigentlich gelten Hunde als die besten Freunde des Menschen. Doch laut WHO kommt es jedes Jahr zu rund 25.000 Todesfällen im Umgang mit Hunden. Schuld daran ist vor allem die Tollwut. Das Virus, das Hunde, aber auch andere Tiere übertragen können, verursacht eine beim Menschen fast immer tödliche Gehirnentzündung.

Listenhunde: Offiziell gefährlich

Doch immer wieder kommt es auch zu tödlichen Biss-Attacken, besonders durch Listenhunde. Diese Rassen sind per Gesetz als besonders gefährlich eingestuft. Rottweiler etwa gehören in diese Gruppe. Die Rasse wird besonders häufig als Polizei- oder Wachhund eingesetzt, denn nach einer solchen Ausbildung geht von den Tiere in der Regel keine Gefahr aus - zumindest nicht ohne entsprechendes Kommando.

Zuverlässiger Wachhund oder aggressiver Angreifer?

Auch der amerikanische Pit Bull Terrier ist eine sehr aggressive Hunderasse. Ursprünglich wurde sie für Kämpfe und das Jagen von Bären und Bullen gezüchtet. Deshalb greifen diese Hunde sofort an, wenn sie sich bedroht fühlen. Es gibt Fälle, in denen ein Pit Bull sein Herrchen, Frauchen oder deren Kinder attackiert hat. Mit richtiger Erziehung und Führung können Pit Bulls jedoch aufgrund ihres Gespürs für Gefahr zuverlässige Wachhunde und Beschützer sein.

Platz 3: Schlange

Der Inlandtaipan kommt aus Australien und ist die giftigste Schlangenart der Welt. Das Gift nur eines Bisses könnte auf einen Schlag 250.000 Mäuse oder mehr als 100 Menschen töten. Inlandtaipans können bis zu 2,5 Meter lang werden. Die Durchschnittslänge der Rasse beträgt 1,8 Meter.

Unterschätzte Schlange: die Königskobra

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie gefährlich Königskobras sind. Die Giftmenge eines einzigen Bisses ist ausreichend, um einen ausgewachsenen Elefanten zu töten. Beim Menschen führt das starke Nervengift innerhalb nur weniger Minuten zum Tode. Es schädigt sowohl das Nervensystem als auch die Blutgefäße.

Angriffslustig und beängstigend lang

Schwarze Mambas können länger als 4,5 Metern sein. Im Durchschnitt beträgt ihre Körperlänge 2,5 Meter. Sie ist damit die längste Giftschlange der Welt. Da sie oft im Dachstuhl von bewohnten Häusern oder in der Nähe von Bauernhöfen ruht, trifft sie verhältnismäßig oft mit dem Menschen zusammen. In der Regel geht sie uns aus dem Weg. Doch im Vergleich zu ihren Artgenossen gilt sie als deutlich aggressiver. Insgesamt sorgen Schlangen für schätzungsweise 50.000 Todesfälle von Menschen jedes Jahr.

Platz 2: Mensch

Na, sind Sie überrascht? Rund vier Mal gefährlicher als alle anderen Tiere unserer bisherigen Liste ist für den Mensch kein anderer als der Mensch selbst. 464.000 Tötungsdelikte hielt die weltweite Mordstatistik 2017 fest.

Am gefährlichsten lebt es sich in Südamerika

Dabei war statistisch eine:r von fünf Getöteten entweder Brasilianer:in, Kolumbianer:in oder Venezuelaner:in. In den südamerikanischen Ländern fallen die Menschen vor allem der Drogenkriminalität zum Opfer. Die niedrigsten Mordraten können Liechtenstein, Monaco und Singapur vorweisen.

Platz 1: Moskito/Stechmücke

Nur eine Tierart auf der Erde ist noch gefährlicher für den Mensch als er selbst: die Stechmücke. Die Krankheitserreger, die die mehr als 3.000 Mückenarten weltweit übertragen, fordern jedes Jahr eine große Anzahl von Todesfällen. Die Gattungen Aedes, Anopheles und Cudex etwa können dem Menschen Erkrankungen wie Malaria, Chikungunya, Enzephalitis, Elefantiasis, Gelbfieber, Dengue-Fieber, West-Nil-Virus und Zika-Virus bescheren.

Stark verbreitet und gefährlich

In 725.000 Fällen pro Jahr verlaufen die Erkrankungen tödlich. Laut WHO bedrohen Mücken als Krankheitserreger derzeit mehr als die Hälfte aller Menschen. Viel einfach als die Regionen aufzuzählen, in denen die Stechmücke vorkommt, ist es, die Regionen aufzuzählen, in denen es sie noch nicht gibt: Die Antarktis und einige isoliert liegende ozeanische Inseln wie etwa Island.

Insektenschutzmittel können das Risiko minimieren

Die Mücken von uns fern zu halten ist gar nicht so leicht. Denn unsere Körpertenperatur und das CO2, das wir ausatmen, ziehen die Insekten an. Die einzige Chance, die Mücken abzuwehren sind Insektenschutzmittel mit hochprozentigem Einsatz von etwa DEET oder Picaridin.

Um die Ausbreitung der Mücken zu verhindern hat der Mensch einige Methoden entwickelt. Beispielsweise erstickt ein Ölfilm auf Brutgewässern die Larven der Überträger. Allerdings gilt diese Maßnahme als umweltschädlich. In einigen Regionen wird zudem das in Industrie-Ländern verbotene Pestizid DDT flächendeckend gesprüht.

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