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Die Berliner Sechslinge sind wohlauf

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Der Geburtsort der Berliner Sechslinge, die Frauenklinik des Virchowklinikums in Berlin
Der Geburtsort der Berliner Sechslinge, die Frauenklinik des Virchowklinikums in Berlin © dpa

Berlin - Ein Dutzend Ärzte und sechs Schwestern hatten sich wochenlang auf diesen Tag vorbereitet.

So etwas hatte noch keiner von ihnen erlebt. Erstmals kamen in der Berliner Charité am vergangenen Donnerstag Sechslinge auf die Welt. Nach einem Kaiserschnitt konnte das Team aufatmen. Mutter und Babys sind zwar wohlauf. Ob aber die vier Mädchen und zwei Jungen überleben werden, können die behandelnden Ärzte vier Tage nach der Geburt nicht garantieren. „Erst am Tag der Entlassung wissen wir, ob die Babys wirklich über den Berg sind“, sagt Oberärztin Monika Berns.

Normalerweise sind Säuglinge ab der 24. Schwangerschaftswoche lebensfähig – die Berliner Sechslinge hatten drei Wochen länger Zeit, bevor die Ärzte sie auf die Welt holten. Noch können die gerade 800 bis 900 Gramm leichten Babys Saugen, Schlucken und Atmen nicht koordinieren. Zwölfmal am Tag werden sie vorsichtig mit einem Milliliter abgepumpter Muttermilch gefüttert. In fünf Wochen, in der eigentlich 32. Schwangerschaftswoche, kann frühestens mit dem Stillen begonnen werden. Vorher sollen die winzigen Babys auch nicht aus der Klinik entlassen werden.

Über das Alter und die Herkunft der Eltern gaben die Ärzte keine Auskunft. „Wir bitten um Verständnis, dass Kinder und Mutter jetzt Ruhe brauchen“, erklärte Klinikdirektor Ulrich Frei. Auch über die Art der Befruchtung sagte er nichts. Die Wahrscheinlichkeit für eine natürliche Sechslings-Geburt liegt bei gerade mal eins zu 4,4 Milliarden.

Quelle: tz

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