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Entdeckung von Strand-Besucherin versetzt Wissenschaft in Aufregung

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Zwei versteinerte Spuren eines Dinosauriers an einem Strand in Wales.
Die von einer Hobby-Forscherin entdeckten Spuren in Wales sind etwa 200 Millionen Jahre alt. © Peter Falkingham/dpa

Eine Hobby-Forscherin hat an einem Strand einen beeindruckenden Fund gemacht - Wissenschaftler reagieren begeistert.

Penarth - Eine rund 50 Meter lange Spur eines frühen Verwandten der Dinosaurier an einem walisischen Strand hat britische Wissenschaftler in Aufregung versetzt. Die Abdrücke deuteten darauf hin, dass in der Gegend vor mehr als 200 Millionen Jahren große Dinosaurier mit langem Hals gelebt hätten, twitterte das Natural History Museum in London am Freitag.

Hobby-Forscherin entdeckt Dinosaurier-Spuren an walisischem Strand - 200 Millionen Jahre alt

Möglicherweise habe es sich um Vertreter der Sauropodomorpha gehandelt. Zu dieser Gruppe gehört auch die bekannte Gattung Diplodocus. Hobby-Forscherin Kerry Rees habe die Spuren 2020 am Strand von Penarth nahe Cardiff entdeckt, hieß es. Sie sei zuerst skeptisch gewesen, sagte Museumsexpertin Susannah Maidment. Doch nach eingehenden Untersuchungen seien sie und ihr Kollege Paul Barrett der Ansicht, es handele sich um Spuren aus der Trias-Zeit, die rund 200 bis 250 Millionen Jahre her ist.

„Eine Reihe von Spuren auf einem öffentlichen Strand weisen auf die Präsenz eines großen, langhalsigen Dinosauriers in Wales vor über 200 Millionen Jahren hin. Die Fußspuren in Penarth wurde möglicherweise von Sauropodomorphen hinterlassen, eine Gruppe, der auch der ikonische Diplodocus angehört“, schreibt das National History Museum London am Freitag.

Dinosaurier-Spuren in Wales entdeckt - britische Forscher in Wallungen versetzt

Die Abdrücke deuteten auf ein gehendes Tier hin, sagte Barrett. Es gebe zudem Stellen, an denen Matsch hochgedrückt worden sei. „Diese Strukturen sind charakteristisch für die aktive Bewegung in weichem Untergrund.“ Mithilfe von 3D-Bildern werden die Abdrücke dokumentiert. Ihre Erkenntnisse haben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Geological Magazine“ veröffentlicht.

Einen ähnlich aufregenden Fund machte ein Mann im vergangenen Jahr direkt in seinem eigenen Garten. (dpa)

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