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Kundin gerät in Filiale in unangenehme Situation – „Aldi ist für uns gestrichen“

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Von: Michelle Brey

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Diese Bratwürste wollte die Aldi-Kundin in einer Filiale zurückgeben.
Diese Bratwürste wollte die Aldi-Kundin in einer Filiale zurückgeben. © Screenshot Facebook

Empört über die Reaktion einer Aldi-Mitarbeiterin teilte eine Kundin einen Vorfall auf Facebook. Das Unternehmen versuchte zu beschwichtigen.

München - Sie kommen hin und wieder vor und sind vielen Kunden ein Dorn im Auge: Ekel-Funde in Supermärkten oder Discountern. Ob Edeka, Kaufland oder Rewe: Sie alle bleiben von Beschwerden daher oftmals nicht verschont. Auf eine dieser Reklamationen reagierte Aldi nun umgehend auch auf der Social-Media-Plattform Facebook.

Aldi Süd: Kundin nach unangenehmer Situation empört - „absolute Frechheit“

„Wir wollten eben die am Montag gekauften Bratwürste zubereiten“, schrieb eine Kundin des Discounters am 15. September. „Beim Herausnehmen aus dem untersten Fleisch-Kühlschrankfach fiel uns auf, dass sie grau sind, obwohl sie bis 16.9.22 datiert sind“, fügte sie an. Daraufhin sei sie zur Filiale gefahren, die sich dem Posting nach in Köln Dünnwald befindet, um die Ware umzutauschen. Eine Mitarbeiterin wollte ihr demnach ein neues Produkt geben, eine andere „unterstellte sofort, ich hätte sie nicht richtig gelagert“, berichtete die Kundin.

„Sie meinte, sie wäre ja nicht dabei gewesen und da ich nun mit ihr diskutieren würde, würde sie sie nicht eintauschen, sie kenne sich schließlich mit Fleisch aus und würde sehen, dass sie grau sind.“ Zuvor hatte die Kundin erklärt, die Bratwürste im Kühlschrank gelagert zu haben.

Die Reaktion sei eine „absolute Frechheit“, so gehe man nicht mit Kunden um, schrieb die 50-Jährige. „Werde einfach als Lügner dargestellt“, fuhr sie fort und erhoffte sich eine Stellungnahme von Aldi. Neben dem Discounter reagierten auch andere Kunden auf den Vorfall.

Facebook-User stimmen Aldi zu - auch Unternehmen reagiert umgehend

„Klarer Fall auch für mich. Falsch gelagert“, schrieb ein Facebook-Nutzer unter das Posting der Kundin. Ein anderer kommentierte: „Du hast die wohl aber wirklich falsch gelagert. Lies mal genau nach, auf der Packung steht ‚zu verbrauchen bis‘ und bei einer Temperatur von maximal zwei Grad.“ Das würden die wenigsten Kühlschränke packen, versuchte er sich an einer Erklärung. „Unter dem Strich wohl eher falsch gelagert“, fasste er zusammen. Doch die wütende Kundin erhielt auch zustimmende Kommentare: „Leider passieren in dieser Filiale öfter solche Dinge. Auch meine Eltern wurden als Lügner hingestellt.“

Ein Mitarbeiter von Aldi entschuldigte sich in dem Kommentarbereich bei der Frau für den Vorfall. „Es tut mir leid zu lesen, dass es zu so einer unangenehmen Situation in deiner Filiale kam. Reklamationen sind ein herkömmlicher Prozess bei uns im Unternehmen und unsere Kolleg:innen handeln hier in der Regel sehr kulant.“ Zu der Situation an sich könne er allerdings nichts sagen, er habe das Feedback jedoch intern weitergegeben. Seine Rückmeldung schloss er mit den Worten: „In jedem Fall sollte so eine Behandlung durch unsere Mitarbeiter:innen nicht vorkommen.“

Eine wütende Kundin berichtete auf Facebook von einem Vorfall in einer Aldi-Filiale in Köln Dünnwald.
Eine wütende Kundin berichtete auf Facebook von einem Vorfall in einer Aldi-Filiale in Köln Dünnwald. © Screenshot Facebook

Beschwichtigen ließ sich die offenbar langjährige Kundin dadurch allerdings nicht. Sie kaufe praktisch „seit Geburt“ in dieser Filiale ein - und nun „man wird jetzt als Lügner dargestellt?!“, versuchte sie ihren Standpunkt noch einmal deutlich darzulegen. „Aldi ist für uns erst mal gestrichen“, schrieb sie.

Auch in einer anderen Filiale sorgte ein Ekelfund für Aufregung. In einer Schale Erdbeeren versteckte sich ein ungebetener Gast. (mbr)

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