Dönerproduzenten-Verein klagt über Verluste

Döner-Alarm in Corona-Krise! Imbisse hart getroffen

Corona-Krise: Der Verein der Dönerproduzenten Europas klagt über enormen Produktions-Rückgang. Vor allem Dönerbuden in Städten leiden derzeit.

  • Die Produzenten von Dönerspießen in Europa schlagen Alarm.
  • Das Durchschnittsgewicht der Spieße soll drastisch abgenommen haben.
  • Restaurantbesitzer in städtischen Gebieten sollen besonders hart betroffen sein.

Berlin - Ein beliebter Snack scheint während der Pandemie einen Sturz auf dem Markt zu erleben. Immer mehr Hersteller von Dönerfleisch-Spießen klagen über das rückläufige Geschäft in Zeiten der Corona-Krise. Der Umsatz mit den Drehspießen soll im Vergleich zum Normalbetrieb um 75 Prozent zurückgegangen sein. Dies teilte ein Sprecher des Vereins türkischer Dönerproduzenten in Europa (Atdid) mit. 

Dönerspieße schrumpfen in der Krise: Von 25 auf 10 Kilogramm pro Fleischspieß

Die Besitzer von Döner-Imbiss-Betrieben würden demnach zunehmend kleinere Spieße bestellen. Somit sei das Durchschnitts-Gewicht der Dönerfleischspieße von rund 25 Kilogramm auf rund 10 Kilogramm zurückgegangen. Einer der Hersteller, Alan Döner, verbuchte zu Beginn der Corona-Beschränkungen für die Gastronomie einen Rückgang des Umsatzes um 50 Prozent. Doch die Nachfrage nimmt wieder etwas zu. Wann man sie wieder auf dem ursprünglichen Niveau erwarten kann, steht in den Sternen.

Döner-Imbisse in der Stadt leiden stark in der Krise - Kurzarbeit in vielen Produktionsstätten

Unter der derzeitigen Situation leiden besonders Restaurantbetreiber mit Sitzplätzen im Innenbereich sowie ohne Straßenverkauf, so der Sprecher. Bei solchen mit Fußgängerverkehr seien die Folgen aufgrund der Speisen zum Mitnehmen nicht allzu stark bemerkbar. Zudem sollen Döner-Läden in der Stadt angesichts der Laufkundschaft und Touristen stärker betroffen sein, als solche in ländlicheren Gegenden. Letztere neigen dazu, einen Lieferservice anzubieten, außerdem haben viele Läden auf dem Land einen festen Kundenstamm.

Döner-Produktion sinkt: Großteil der Firmen in Kurzarbeit

Der Verein der Dönerproduzenten Europas namens Atdid vertritt die Interessen von 28 Dönerfleisch-Herstellern. 24 der Produktionsstätten seien im Zuge der Krise in Kurzarbeit gegangen. Die Hersteller liefern laut Angaben des Vereins 70 Prozent ihrer Ware innerhalb Deutschlands aus, der Rest wird vorwiegend nach Italien, Spanien oder Skandinavien geliefert.  

Wo es in München den besten Döner gibt, erfahren Sie hier. Ebenfalls in München lockte ein Döner-Imbiss seine Kunden mit einem ungewöhnlichen Angebot.

ajr

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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