„Pferde-Ripper“ in Deutschland

Grausame Tierquälerei in NRW: Pferd wird verstümmelt - Steckt eine Internet-Challenge dahinter?

Ein Pferd steht auf einer Koppel in Baden-Württemberg (Archivbild)
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Die Fälle von Tierquälerei häufen sich in Frankreich und Deutschland. Steckt ein grausamer Trend dahinter?

Unfassbar: Eine Stute wurde in Dorsten, NRW, von Unbekannten grausam zu Tode gefoltert. Die Polizei vermutet eine Internet-Challenge als Auslöser der Tat.

  • In Dorsten, NRW, wurde am Samstag ein Pferd grausam zu Tode gequält
  • Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Pferde-Ripper
  • Als Auslöser wird eine furchtbare Internet-Challenge vermutet

Dorsten - Es ist ein unfassbarer Anblick: Mitten in Dorsten-Holsterhausen, unmittelbar an der Borkener Straße, findet eine Passantin die tote Araber-Stute „Bahila“. Ein Unbekannter hat das Tier grausam zu Tode gefoltert und verstümmelt. Das Tier wurde offensichtlich im Bereich des Unterbauches komplett aufgeschnitten. Neben zahlreichen Schnittverletzungen wurde dem Pferd außerdem ein Ohr abgetrennt. Vermutlich haben sich die Täter Nachts auf die Wiese geschlichen.

Besitzer Peter Büning und seine Frau trauern um das treue Tier. Sie verständigen sofort die Polizei. Die ermittelt jetzt wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und Sachbeschädigung - Hinweise erbittet die Polizei unter Telefon 0800 2361 111.. Die Bünings haben unterdessen eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro auf Hinweise zur Tat ausgesetzt. Sie hoffen andere, ähnliche Morde verhindern zu können.

„Pferde-Ripper“: Spirituelles Ritual oder Internet-Challenge? Polizei sucht nach dem Pferde-Mörder in NRW

Auch die Tierschutzorganisation PETA schlägt Alarm: Die Tierquälerei in Dorsten, NRW, ist kein Einzelfall. Noch nie war die Zahl getöteter Pferde so hoch wie dieses Jahr. Inzwischen haben die Täter sogar einen Namen: Seit 2013 registriert PETA bundesweit Taten von „Pferderippern“. Auch in Frankreich wurden in den letzten Wochen gut 30 Fälle gemeldet. Die Tierschutzorganisation warnt: Gewalttaten an Tieren gelten als Indikator für Sexual- und Gewaltdelikte an Menschen. Oft ist Pferde-Mord nur eine Vorstufe. Sie zitiert Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ 

Doch immer mehr sogenannte „Pferde-Ripper“, also Tierquäler, die aus dem Nichts Pferde abstechen, werden auch in Deutschland gemeldet. Die Polizei vermutet einen Internet-Trend hinter den zunehmenden Gräuel-Taten: Wie Das Erste berichtet, soll derzeit im sogenannten Darknet europaweit ein abartiger Wettbewerb ausgetragen werden, dessen Ziel es ist, Augen, Ohren oder Genitalien der Tiere als Trophäen zu sammeln. Peta rät Pferdebesitzern deswegen zu Vorsicht: Besonders wenn in der Nähe Fälle gemeldet werden, sollte das Tier nachts in den Stall geholt werden und die Koppel zu unregelmäßigen Zeiten kontrolliert werden.

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