Alarm wegen Blindgängern

Bombenentschärfung in Dortmund: Massive Auswirkungen auf Nahverkehr - Hauptbahnhof am Sonntag  gesperrt

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Die Bombenentschärfung in Dortmund hat massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Am Sonntag (12. Januar) findet in Dortmund die Mega-Evakuierung statt. Pendler müssen mit massiven Einschränkungen im Nahverkehr und bei der Bahn rechnen .

  • Weil die Behörden in Dortmund mehrere Blindgänger vermuten, müssen am Sonntag (12. Januar) Teile der Stadt für die Entschärfung evakuiert werden.
  • Die Mega-Evakuierung in der Stadt im Ruhrgebiet wirkt sich massiv auf den Verkehr aus.
  • Bus- und Bahnlinien im Nahverkehr sind besonders betroffen, ebenso der Fernverkehr am Hauptbahnhof Dortmund.

Dortmund - Es ist eine der größten Evakuierungen der vergangen Jahre: In Dortmund müssen am Sonntag (12. Januar) rund 14.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, berichtet RUHR24*. Der Grund: An vier Stellen in der Innenstadt und im Klinik-Viertel werden Blindgänger vermutet, die entschärft werden müssen. Zahlreiche Straßen und Häuser sind von der Evakuierung betroffen. Aber auch im Bahnverkehr kommt es zu starken Einschränkungen

Mega-Evakuierung in Dortmund: Bahnverkehr massiv eingeschränkt

Besonders hart erwischt es dabei die Stadtbahnlinien. Sie werden am Sonntag ab Betriebsbeginn zunächst regulär nach Fahrplan fahren. An den Stadtbahn-Haltestellen im Evakuierungsbereich (Stadtgarten, Kampstraße, Städtische Kliniken, Möllerbrücke und Westentor) wird lediglich der Einstieg in die Bahnen, aber kein Ausstieg möglich sein. 

Die Haltestelle Dortmund Hauptbahnhof kann darüber hinaus nur über den Nordausgang erreicht werden. Mit Beginn der Entschärfung wird die Deutsche Bahn den Hauptbahnhof komplett schließen. 

Mega-Evakuierung in Dortmund: Bahnlinien stellen den Betrieb zum Teil komplett ein

Die Bürgerinnen und Bürger, die im Evakuierungsbereich leben, können von fünf provisorisch eingerichteten Haltestellen aus mit Bussen zur Stadtbahn-Haltestelle Reinoldikirche fahren. Von dort fahren wiederum Stadtbahnen der Linie U42 im 10-Minuten-Takt zur Haltestelle Scharnhorst Zentrum, die nahe der zentralen Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst liegt. 

Mit Beginn der Entschärfung kommt es dann zu massiven Einschränkungen, insbesondere bei den Stadtbahnen. Auf den Linien U45, U46 und U49 wird der Betrieb sogar vollständig eingestellt.

Bombenentschärfung: Die Auswirkungen auf die Bahnlinien im Überblick

  • Die Linie U41 fährt nur noch zwischen Hörde und der Haltestelle Märkische Straße sowie zwischen Lünen-Brambauer und der Haltestelle Dortmund Hauptbahnhof.
  • Die U42 fährt nur noch zwischen Hombruch und der Haltestelle Theodor-Fliedner-Heim sowie zwischen Grevel und der Haltestelle Brügmannplatz.  
  • Die U43 fährt nur zwischen Wickede und der Haltestelle Ostentor, im übrigen Streckenabschnitt finden keine Fahrten statt. 
  • Die U44 fährt lediglich zwischen Marten und der Haltestelle Wittener Straße, im übrigen Streckenabschnitt werden ebenfalls keine Fahrten durchgeführt.  
  • Die U47 fährt nur zwischen Aplerbeck und der Haltestelle Märkische Straße sowie zwischen Westerfilde und der Haltestelle Hafen.

Mega-Evakuierung: Schienenersatzverkehr soll Chaos in Dortmund verhindern

Um ein komplettes Chaos zu vermeiden, stellt die DSW21 mithilfe eines Schienenersatzverkehrs (SEV) eine Nord-Süd-Verbindung sicher. Der SEV wird ab 14 Uhr zwischen den Haltestellen Hafen und Märkische Straße eingerichtet und fährt im 10-Minuten-Takt.

Die Busse fahren über die Haltestellen Schützenstraße (Nachtexpress-Haltestelle), Kirchenstraße (Nachtexpress-Haltestelle), Dortmund Hauptbahnhof Nord, Brügmannplatz (Nachtexpress-Haltestelle), Ostentor (Ersatzhaltestelle) und Heiliger Weg (Nachtexpress-Haltestelle). Somit bietet der SEV einen direkten Anschluss zu den Stadtbahnlinien U41, U42, U43 und U47, die weiterhin im regulären sonntäglichen 15-Minuten-Takt fahren.

Mega-Evakuierung in Dortmund: Auch vier Buslinien sind betroffen 

Von der Evakuierung sind in Dortmund aber nicht nur die Stadtbahnen betroffen. Auch auf den Buslinien kommt es zu Einschränkungen. Diese gelten schon mit Betriebsbeginn und betreffen die Linien 452, 453, 460 sowie den Airport-Express

  • Der Airport-Express hält wie auch die Linie 460 an der Haltestelle Dortmund Hauptbahnhof Nord. Die reguläre Haltestelle Dortmund Hauptbahnhof entfällt dafür. 
  • Die Buslinien 452 und 453 müssen den Evakuierungsbereich großräumig umfahren, sodass die Haltestellen Albrechtstraße, Westpark, Unionstraße, Westentor und Brinkhoffstraße der Linie 452 in beiden Richtungen entfallen.
  • Auf der Linie 453 entfallen die Haltestellen Steubenstraße, DO-Möllerbrücke und Unionstraße ebenfalls in beide Fahrtrichtungen.

Diese Einschränkungen im Bus- wie im Stadtbahn-Bereich gelten voraussichtlich bis Betriebsende. 

Mega-Evakuierung in Dortmund: Hauptbahnhof wird zur Entschärfung gesperrt

Da der Hauptbahnhof Dortmund ebenfalls innerhalb des Evakuierungsradius liegt, ist auch der Fernverkehr durch die Bombenentschärfung beeinträchtigt. Ab 8 Uhr kann der Hauptbahnhof nicht mehr durch den Haupteingang am Bahnhofsvorplatz betreten werden. 

Auch die im Bahnhofsgebäude liegenden Geschäfte können nur über den Nordausgang des Hauptbahnhofs erreicht werden. Sobald die Entschärfung beginnt, wird der Bahnhof dann komplett gesperrt. Das Parkhaus am Hauptbahnhof ist ebenfalls am Sonntag, 12. Januar, ab 8 Uhr bis zum Ende der Maßnahme geschlossen.

In der Evakuierungszone liegen auch die Städtischen Kliniken und das Johannes Hospital. Patienten der Krankenhäuser in der Evakuierungszone werden spätestens Samstag entlassen oder per Krankentransport in ein anderes Krankenhaus verlegt. Die Notaufnahmen der Städtischen Kliniken und des Johannes Hospital bleiben während der Evakuierung geschlossen, wie RUHR24* berichtet.

Hauptbahnhof Dortmund wird während der Evakuierung großräumig umfahren

Der Fahrplan der Deutschen Bahn wird durch die Evakuierung und die Entschärfung ebenfalls eingeschränkt. Betroffen sind alle Nah- und Fernverkehrslinien, die in die Bereiche des Hauptbahnhofs und der Station Möllerbrücke ein- oder ausfahren. Sobald die behördliche Anordnung erfolgt ist und die Entschärfung beginnt (ab ca. 13 Uhr), gilt folgendes Konzept:

Im Nahverkehr werden die Verbindungen teilweise in Bochum Hauptbahnhof, Hamm (Westfalen) Hauptbahnhof, Dortmund-Hörde, Schwerte und Dortmund-Körne West enden. Dort wenden die Züge und fahren in die Gegenrichtung zurück. Die Züge des Fernverkehrs werden großräumig am Hauptbahnhof Dortmund vorbei geleitet. Die Stationen Dortmund Hauptbahnhof und Dortmund-Möllerbrücke werden nicht angefahren und entfallen ersatzlos. Davon betroffen sind die Züge aller Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Die Auswirkungen für die einzelnen Verbindungen veröffentlicht die Bahn auf ihrem Twitter-Account. Über die Evakuierung berichtet RUHR24 außerdem hier.

Mega-Evakuierung: Flugverkehr am Flughafen Dortmund nicht betroffen

Der Flugverkehr am Flughafen Dortmund wird durch die Mega-Evakuierung nicht beeinträchtigt und findet wie gewohnt statt. Für die An- und Abreise sollten Fluggäste allerdings mehr Zeit einplanen, da der Fernreiseverkehr am Dortmunder Hauptbahnhof sowie Bus- und Bahnlinien betroffen sind. Inzwischen wurde auch die Brandursache am Flughafen Münster-Osnabrück von Oktober geklärt, wie msl24.de* berichtet.

km

*RUHR24.de und msl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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