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DPD-Studie: Europameister im Online-Shopping – so viele Pakete erhalten Deutsche pro Monat

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Von: Kai Hartwig

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Ein DPD-Lieferant holt in Nürnberg ein Paket aus dem Frachtraum seines Lasten-Fahrrads
Eine DPD-Studie hat sich mit dem Kaufverhalten von Paketempfängern beschäftigt. © Nicolas Armer/dpa

Online bestellen in Deutschland inzwischen viele Menschen ihr Paket. Eine Umfrage zum Shoppingverhalten im Internet brachte interessante Erkenntnisse.

München – Tag für Tag empfangen Millionen Menschen in Deutschland ein Paket. Grund genug für den Paketdienstleister DPD, das Verhalten der Kunden unter die Lupe zu nehmen. Deshalb gab das Unternehmen eine Studie zu Online-Bestellungen in Auftrag, das sogenannte „E-Shopper Barometer 2021“.

Dafür wurden wurden vom 2. Juni bis 16. Juli 2021 insgesamt 23.394 Interviews in 21 europäischen Ländern mit Online-Käuferinnen und -Käufern geführt. Die Daten der volljährigen Befragten, die ab Jahresbeginn 2021 physische Waren online bestellt und dann per Paket zugestellt bekommen haben, wurden online erhoben. Nach Angaben von DPD stellen die Umfrageteilnehmer „eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung nach Alter, Geschlecht und sozioökonomischer Klasse dar“. Die Studie brachte jedenfalls interessante Erkenntnisse hervor.

Online-Shopping: Deutschland ist laut DPD-Studie Europameister der Paketempfänger

Auch in Deutschland beteiligten sich 1500 E-Shopper an der Umfrage. Insgesamt 45 Prozent der Deutschen kauften den Umfrageergebnissen zufolge 2021 regelmäßig online ein. Allerdings wurden ganze 81 Prozent der Online-Käufe von regelmäßigen E-Shoppern getätigt. Ein regelmäßiger E-Shopper ist nach Definition der repräsentativen DPD-Umfrage „zwischen 18 und 70 Jahre alt“ und kauft „mindestens eine Warengruppe pro Monat im Internet ein“.

Mit monatlich 6,7 Pakten sind deutsche regelmäßige E-Shopper Europameister vor Österreich (6,2) und Großbritannien (6,1). Der europäische Durchschnitt liegt mit 5,5 deutlich darunter. Beim Paketempfang entschieden sich die mit Abstand meisten deutschen Kundinnen und Kunden (83 Prozent) für die Übergabe an der Haustür der eigenen Wohnung. Klar dahinter folgten die Optionen sicherer Ablageort (20), Paketstation (17) und Abgabe an Nachbarn (11). Ein DPD-Paket, das beim Nachbarn landete, führte kürzlich in Berlin zu einem Eklat.

DPD-Studie zum Online-Shopping: Corona-Krise verändert das Kaufverhalten

Unter den deutschen Online-Käuferinnen waren 45 Prozent der Befragten regelmäßige E-Shopper. Bei den männlichen E-Shoppern war der Anteil mit 44 Prozent fast identisch. Die regelmäßigen Online-Shopper nutzten überwiegend (54 Prozent) das Smartphone beim Kaufvorgang. Auch Influencer und soziale Medien beeinflussten das Kaufverhalten der deutschen regelmäßigen E-Shopper. Deren Empfehlungen führten die Käuferinnen und Käufer in 47 Prozent der Fälle zu Internetseiten, auf denen sie ein Produkt erwarben.

Die Auswirkungen der Corona-Krise schlugen sich beim Online-Shoppingverhalten der regelmäßigen E-Shopper in Deutschland ebenfalls nieder. Im Vergleich zu 2019, als dem Jahr vor Beginn der Pandemie, wurden laut Umfrageergebnissen besonders Frischwaren und Getränke (21 Prozent/+9), Lebensmittel (27 Prozent/+7) und Arzneimittel (49 Prozent/+5) deutlich häufiger online eingekauft.

Unterdessen musste sich DPD jüngst nach einer Kunden-Beschwerde wegen einer „geworfenen“ Zustellung erklären. Der Paketempfänger hatte den Vorfall bei Twitter öffentlich gemacht. (kh)

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