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DPD-Zettel lässt Kunde fragend zurück – „Könnt Ihr bitte helfen?“

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Von: Kai Hartwig

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Eine DPD-Zustellbenachrichtigung in englischer Sprache
Eine DPD-Zustellbenachrichtigung stellte einen britischen Kunden vor Rätsel. © Screenshot / twitter.com/TONYCAMPBELL17

Bei einer Paketlieferung läuft meist alles glatt. Ein DPD-Bote hinterließ dem abwesenden Empfänger nun eine wenig hilfreiche Nachricht. Sein Arbeitgeber reagierte.

München – Man stelle sich vor, dass ein sehnlichst erwartetes Paket unterwegs ist. Tagelang verfolgt man den Sendungsverlauf via App oder Homepage des Logistikunternehmens. Schließlich erfolgt die Auslieferung.

Doch nicht immer ist man daheim oder hat stellvertretend einen Nachbarn oder Bekannten mit der Annahme betraut. In der Regel ist auch dieses Szenario nicht allzu besorgniserregend. Schließlich werfen die Paketboten in diesem Fall eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten. Höchst kreativ zeigte sich dabei jüngst ein DHL-Fahrer. Der Paketbote skizzierte ganz zur Freude seines Kunden den Ablageort auf der Zustellbenachrichtigung.

DPD: Paketbote wirft seinem Kunden offenbar eine völlig leere Benachrichtigungskarte ein

Weitaus weniger präzise bei der Beschreibung, wie der Empfänger an sein Paket gelangt, war nun ganz offensichtlich ein DPD-Bote in Großbritannien. Um genauer zu sein: Er ließ sogar jegliche Kommentare auf der Benachrichtigungskarte ganz weg. Und warf dem verdutzten Paketempfänger zufolge eine Blanko-Zustellbenachrichtigung in den Briefkasten.

Auf Twitter postete der Empfänger ein Bild der Vorder- und Rückseite der wenig erhellenden DPD-Karte. Weder in dem Feld mit der Beschriftung „Wir haben Ihr Paket an einem sicheren Ort hinterlegt“, noch unter „Wir haben Ihr Paket an Ihren Nachbarn übergeben“ stand ein einziges Wort geschrieben.

Zu seinem Tweet schrieb der Paketempfänger an die DPD-Group: „Hi, könntet ihr bitte helfen. Benachrichtigung ist nicht wirklich hilfreich. Danke vielmals.“

DPD-Paketbote hinterlässt Blanko-Zustellkarte – Unternehmen reagiert und bietet Hilfe an

Offenbar erkannte auch der Kundenservice von DPD, dass ihr Paketbote seinen Job in diesem Fall wohl nur ungenügend ausgeführt hatte. Das Twitter-Team des Logistigunternehmens antwortete auf den Hilferuf des Paketempfängers.

„Hallo und danke, dass Sie sich an uns gewandt haben. Es tut uns leid, dass Sie Probleme mit unserem Service hatten“, schrieb ein DPD-Mitarbeiter: „Wir sollten uns dies genauer ansehen. Kontaktieren Sie uns bitte per Direktnachricht, damit wir Ihnen helfen können, mit der zuständigen Stelle in Ihrem Land verbunden zu werden. Mit freundlichen Grüßen.“

Ob sich im Nachhinein noch zuordnen ließ, wo der Bote das Paket hinterlassen hat, ist offen. Ebenso, ob der Empfänger letztlich das heißersehnte Päckchen in den Händen halten konnte. Dass DPD-Boten ihre Kunden aber auch begeistern können, zeigte ein Fall in England. (kh)

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