Ganze Familie verschwand 2015

Mysteriöser Fund in Drage: Kann Rätsel um vermisste Familie Schulze geklärt werden? Neue Details bekannt

Polizeiabsperrung vor einem Wasserdurchlass
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Am Elbestrand im Bereich Drage wurden nun menschliche Knochen gefunden (Symbolbild).

Eine ganze Familie verschwand im Sommer 2015, lediglich der Familienvater wurde tot aufgefunden. Nun gibt es einen Knochenfund in Drage. Kann das Rätsel um Familie Schulze doch noch geklärt werden?

Update vom 12. April 2020: Einer der mysteriösesten Vermisstenfälle Deutschlands könnte unter Umständen vor der Aufklärung stehen. Noch ist die genaue Herkunft der in Drage gefundenen Knochen nicht geklärt. Doch wie Bild nun berichtet, konnte einer der beiden gefundenen Knochen mittlerweile als für den Fall unbedeutend identifiziert werden. Demnach soll es sich dabei um den Knochen eines Tieres handeln.

Bei dem zweiten in Drage am Elbstrand gefundenen Knochen soll es sich hingegen um einen menschlichen Kieferknochen handeln. Eine DNA-Analyse soll nun endlich Gewissheit bringen.

Drage: Kann Knochenfund Zusammenhang mit vermisster Familie Schulze nachweisen?

Update vom 6. April 2020: Es könnte endlich den entscheidenden Durchbruch im Fall der seit 2015 verschwundenen Familie Schulze aus Drage bringen, doch ein Ergebnis steht nach dem Knochenfund noch aus. Wie die Polizei im Kreis Harburg in Niedersachsen am Dienstag erklärt, werde die Analyse der gefundenen Knochen noch mehrere Tage dauern. Vor der nächsten oder übernächsten Woche sei ein Ergebnis nicht zu erwarten, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die zwei mutmaßlich menschlichen Knochen würden in der Rechtsmedizin in Hamburg untersucht. Sie waren am vergangenen Mittwoch bei Niedrigwasser am Elbstrand in Drage entdeckt worden.

Geprüft wird ein Zusammenhang mit einem rätselhaften Vermisstenfall in dem Dorf. Im Sommer 2015 verschwanden eine Mutter (43) und ihre Tochter (12) spurlos. Der Familienvater (41) wurde ertrunken in der Elbe gefunden. Die Polizei vermutet seitdem, dass der Mann seine Familie tötete und dann Suizid verübte.

Knochenfund in Drage: Kann Rätsel um vermisste Familie Schulze nun geklärt werden? Polizei mit ersten Details

Ursprungsmeldung vom 2. April 2020: Drage - Es ist eine beklemmende Entdeckung, die Badende in der Elbmarsch in Drage gemacht haben. Wie die Polizei am Donnerstag erklärt hatte, wurden am 31. März am Elbstrand in Drage, in der Elbmarsch, zwei Knochen gefunden. Ob es sich bei dem Fund um einen Hinweis auf das Verschwinden einer Familie handeln könnte, ist noch unklar.

Vermisste Familie Schulze aus Drage: Knochenfund am Elbstrand - Polizei mit ersten Details

Wie die Polizei in einem kurzen Statement weiter erklärt, seien die Knochen vermutlich menschlichen Ursprungs, sie wurden für weitere Untersuchungen sichergestellt. Der Fundort wurde am Donnerstag bei Niedrigwasser erneut intensiv abgesucht, weitere Funde entdeckten die Ermittler dabei jedoch nicht. Wie Bild erfahren haben will, soll bei der erneuten Suche am Donnerstag auch eine Drohne zum Einsatz gekommen sein. Bei den gefundenen Knochen soll es sich, laut Bild, um einen Knochen und einen menschlichen Kiefer handeln.

„Ob ein Zusammenhang zu Straftatbeständen oder Vermisstenfälle der Vergangenheit besteht, müssen die Ermittlungen ergeben“, erklärt die Polizei weiter. Für die Gemeinde Drage dürfte der Fund Erinnerungen an einen Vermisstenfall aus dem Jahr 2015 aufwühlen. Seit Juli 2015 fehlt von Sylvia Schulze und ihrer damals zwölf Jahre alten Tochter Miriam jede Spur. Trotz intensiver Ermittlungen konnte lediglich der Familienvater, Marco Schulze, entdeckt werden. Sein Leichnam wurde kurz nach dem Verschwinden der ganzen Familie aus der Elbe gezogen, beschwert mit einem Betonklotz.

Vermisste Familie Schulze aus Drage: Ermittler fanden nur Familienvater - kann Knochenfund das Rätsel nun lösen?

Ermittler hatten damals auch die Theorie in Betracht gezogen, dass der Familienvater seine Tochter und Ehefrau mit einem erweiterten Suizid zunächst umgebracht und sich dann selbst in die Elbe gestürzt haben könnte. Ein eindeutiger Hinweis für diese Theorie wurde jedoch nie gefunden.

Wie der NDR berichtet, hatten Einsatzkräfte mit Hundertschaften nach dem Verschwinden der Familie auch die Stelle nach Hinweisen abgesucht, die nun durch den Knochenfund in die Schlagzeilen gerät. Wie der NDR weiter wissen will, soll die Fundstelle die „Lieblingsbadestelle der Schulzes“ gewesen sein. Ob der Knochenfund tatsächlich mit dem Vermisstenfall zusammenhängen könnte, muss nun eine DNA-Analyse klären.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Eine Mutter und ihre Tochter verschwanden auch im Jahr 2019 in München, der Ehemann der Frau gilt als dringend tatverdächtig.

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