Freude und Trauer

Drama bei Panda-Geburt: Eines der Zwillings-Bärchen ist tot

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Freude und Trauer im Zoo von Beauval in Frankreich: Kurz nach der Geburt von Panda-Zwillingen ist am Freitagabend das kleinere der beiden Babys gestorben. Seinem Brüderchen und der Mutter geht es den Angaben zufolge aber gut.

Die Panda-Bärin Huan Huan - auf Deutsch: die Fröhliche - hatte ihre Zwillinge am späten Freitagabend zur Welt gebracht. Das erste Baby kam nach Angaben des Zoos um 22.18 Uhr, das zweite um 22.32 Uhr zur Welt. Das Erstgeborene war allerdings "viel zu schwach, um zu überleben", wie Zoo-Direktor Rodolphe Delord sagte. Zwei eigens aus China angereiste Panda-Spezialistinnen hätten das "sofort gesehen".

Das zweite Baby sei kräftiger gewesen als das erste, berichtete Delord. Panda-Mutter Huan Huan habe sich daher instinktiv nur um ihr Zweitgeborenes gekümmert und das erste verstoßen. Auch in freier Wildbahn kümmern sich Panda-Mütter bei einer Zwillingsgeburt nur um eines ihrer Babys und lassen das andere sterben.

Das verstoßene Panda-Baby wurde daher nach Angaben des Zoos sofort in einen Brutkasten gelegt, wo das nackte Junge mit einem rosafarbenen Handtuch und einer Art Fön gewärmt wurde. "Unsere Tierärzte haben alles getan, um es zu retten, aber es war zu klein und zu schwach", sagte Delord. Das nur 121 Gramm schwere Panda-Baby hatte Schwierigkeiten beim Atmen und starb im Brutkasten.

Das überlebende Panda-Baby ist nach Angaben des Zoos aber kerngesund: Wie Zoo-Tierarzt Baptiste Mulot sagte, kam das Männchen mit einem Geburtsgewicht von 142,4 Gramm zur Welt. Huan Huan habe es liebevoll abgeleckt und vorsichtig in ihre Tatzen genommen.

20 Minuten nach der Geburt wurde auch das überlebende Baby in einem Brutkasten untersucht und versorgt, wie der Zoo mitteilte. Huan Huan habe sich währenddessen an den Gitterstäben ihres Käfigs festgehalten und ihr Junges ungeduldig zurückgefordert. "Huan Huan ist eine sehr gute Mutter, aber weil sie eine Erstgebärende ist, hat sie noch keine Erfahrung", sagte Delord. "Darum sind wir ihr etwas behilflich."

Der Zoo von Beauval hatte die Schwangerschaft des aus China entliehenen Panda-Weibchens erst in der vergangenen Woche verkündet. Bei einer Ultraschalluntersuchung hatten die Tierärzte zunächst nur einen Fötus gesehen. Bei einer erneuten Untersuchung am Dienstag entdeckten sie dann noch ein zweites Baby. Die Geburt - eine Premiere in Frankreich - wurde mit großer Spannung erwartet.

Die bald neun Jahre alte Huan Huan war im Januar 2012 zusammen mit dem Panda-Männchen Yuan Zi im Zoo von Beauval angekommen. China hat die beiden Großen Pandas, die einzigen in Frankreich, für zehn Jahre ausgeliehen.

Huan Huans Schwangerschaft war das Ergebnis einer künstlichen Befruchtung - in ihrer fruchtbaren Phase im Februar hatte das Panda-Paar keinen Geschlechtsverkehr. Pandabären gelten als Sex-Muffel und haben in der freien Wildbahn eine sehr niedrige Geburtenrate.

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