Dürren zählen zu frühen Auswirkungen des Klimawandels

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Auf extrem trockenem Boden wächst nicht einmal Mais. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Kiel (dpa) - Dürren in Deutschland können eine frühe Folge des Klimawandels sein - so zumindest sieht es der Klimaforscher Mojib Latif. Der Wissenschaftler von der Universität Kiel warnte im Deutschlandfunk vor schweren Folgen für die Landwirtschaft.

"Wenn wir so weiter machen wie bisher, werden wir noch häufiger mit Dürren und extrem hohen Temperaturen zu tun haben, aber auch mit Starkniederschlägen und Überschwemmungen", sagte Latif. Als Einzelphänomen sei diese Trockenheit nicht außergewöhnlich. In der Summe und über einen langen Zeitraum gesehen aber zählten Dürren zu den ersten Auswirkungen des Klimawandels.

Die Bauern im Süden und Osten Deutschlands werden den Klimamodellen zufolge von 2050 an die Folgen als erste zu spüren bekommen, sagte Latif. Gegen Ende des Jahrhunderts müssten dann auch die Landwirte im Norden mit "nennenswerten Einbußen" rechnen. Noch gebe es allerdings die Chance, den Klimawandel zu stoppen - zum Beispiel auf der UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris.

Interview mit Mojib Latif im DLF

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