Ermittlungen dauern an 

Verheerender Brand in Krankenhaus fordert ein Todesopfer: Dementer Patient unter Verdacht

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Patienten wurden teilweise auf dem Parkplatz behandelt.

Am späten Montagabend bricht ein Feuer in einem Krankenhaus in Düsseldorf aus. Rettungskräfte müssen etliche Patienten versorgen. Für einen kommt die Hilfe zu spät.

Update vom 11. September, 14.05 Uhr: Nach dem Brand im Düsseldorfer Marien Hospital, bei dem ein Patient (77) ums Leben kam, gehen die Ermittler von fahrlässiger Brandstiftung aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird gegen einen 83-jährigen, schwer demenzkranken Mann ermittelt, der in dem Brandzimmer untergebracht war. Er hatte das Feuer verletzt überlebt. Die Brandsachverständigen und die Ermittler schließen den Angaben zufolge einen technischen Defekt als Ursache des Feuers aus.

Nach einer Mitteilung der Polizei vom Mittwoch könne der 83-jährige Mann „aufgrund seines allgemeinen Gesundheitszustands zurzeit nicht befragt werden“. Das Todesopfer lag in einem anderen Zimmer und war laut Polizei an den Folgen einer Rauchgasvergiftung gestorben. 19 weitere Menschen wurden bei dem Brand am späten Montagabend in Düsseldorf verletzt. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.

Verheerender Brand in Düsseldorfer Krankenhaus: Patient stirbt

Update vom 10. September, 9.08 Uhr: Nach dem Feuer in einem Düsseldorfer Krankenhaus schweben vier Menschen noch immer in Lebensgefahr. Einer von ihnen habe in dem Zimmer gelegen, in dem der Brand ausgebrach, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstag. Der bei dem Feuer ums Leben gekommene 77-Jährige habe hingegen in einem Nachbarzimmer gelegen und nicht wie in der Nacht zunächst berichtet in dem Zimmer, in dem der Brand am Montagabend ausgebrach.

Als abschließende Zahl der Verletzten nannte der Sprecher 19, von denen sieben schwer und davon wiederum vier lebensbedrohlich verletzt wurden. In der Nacht sei aufgrund der unübersichtlichen Lage vor dem Marien Hospital noch unklar gewesen, wie viele Menschen tatsächlich durch den Brand verletzt wurden und wer aufgrund einer anderen Erkrankung im Krankenhaus war. Deshalb sei die Feuerwehr zunächst von 72 Verletzten ausgegangen. Die Brandursache war am Dienstagmorgen weiter unklar.

Update vom 10. September, 8.26 Uhr: Nach dem Krankenhaus-Brand mit einem Toten in Düsseldorf laufen die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache. Am Morgen gab es zunächst noch keine Erkenntnisse, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Insgesamt wurden 72 weitere Menschen verletzt, sieben von ihnen lebensgefährlich. Der Rauch verteilte sich über fünf Stockwerke der Klinik. Die Menschen seien sowohl durch das Treppenhaus als auch von außen über drei Drehleitern aus dem Gebäude geholt worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Brand war nach rund einer Stunde gelöscht und der Einsatz mit rund 180 Kräften nach vier Stunden beendet. Die Düsseldorfer Feuerwehr war mit allen neun Berufsfeuerwehren vor Ort.

Verheerender Brand in Krankenhaus: Patient stirbt - über 70 Verletzte

Update vom 10. September, 6.59 Uhr: Düsseldorf - Bei einem Brand in einem Düsseldorfer Krankenhaus ist ein 77-jähriger Patient ums Leben gekommen. 72 weitere Menschen wurden verletzt, elf von ihnen schwer, sieben sogar lebensgefährlich, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am frühen Dienstagmorgen. Zur Ursache des Feuers, das am späten Montagabend im Marien Hospital im Stadtteil Pempelfort ausgebrochen war, konnte er zunächst nichts sagen.

Feuer in Düsseldorfer Klinik: Brand breitet sich von Zimmer aus

Der Brand war im Zimmer eines Patienten im zweiten Stock ausgebrochen, der dabei auch ums Leben kam. Von dem Zimmer aus verteilte sich der Rauch über fünf Etagen des Krankenhauses. Zeitweise habe man sich um rund 100 Menschen kümmern müssen, sagte der Sprecher. Von den 72 Verletzten erlitten 61 Menschen eine Rauchgasvergiftung.

Brand in Düsseldorfer Krankenhaus: Schwerverletzte wurden auf dem Parkplatz behandelt 

Einige Schwerverletzte wurden den Angaben zufolge auf dem Parkplatz der Klinik behandelt. 19 Menschen wurden in andere Krankenhäuser gebracht, ein Patient mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Aachen geflogen. Die restlichen Patienten kamen in anderen Gebäuden des Krankenhauses unter. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr brauchten eine Stunde, um den Brand zu löschen, weil Sauerstoff aus einer in dem Zimmer verlaufenden Leitung das Feuer zusätzlich verstärkte.

Feuerwehrleute mit Krankentragen stehen nach einem Brand im Marien Hospital vor dem Krankenhaus um Patienten zu versorgen.

Brand im Krankenhaus: Brandschutz als nicht ausreichend kritisiert

Erst im Juli war in einer Lungenklinik in Köln-Mehrheim ein Brand ausgebrochen, bei dem ein Patient starb. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hatte daraufhin den Brandschutz in deutschen Kliniken und Pflegeheimen als „nicht ausreichend“ kritisiert.

InFreudenberg in NRW ist eine Bratpfanne explodiert und hat mehrere Menschen schwer verletzt. Eine Frau starb an den Folgen ihrer schweren Brandverletzungen.

dpa

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