Trauernde in Wut: Bürgermeister muss flüchten

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Bürgermeister Adolf Sauerland muss mit dem Auto vor den Trauernden flüchten.

Duisburg - Der Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland ist am Sonntag mit Müll beworfen worden. Er wollte den Unglücksort besuchen. Doch dann musste er in seinem Dienstwagen vor den Trauernden flüchten.

Gegen 19.23 Uhr kam Bürgermeister Adolf Sauerland laut einerm Bericht der Bild-Zeitung zusammen mit einigen Mitarbeitern am Unglücksort am Rande des Loveparade-Geländes an.

Bilder: Trauer um die Toten der Loveparade

Die Trauer manifestiert sich auf vielerlei Art: Am Unglückort, dem etwa 100 Meter langen Tunnel, hat jemand ein Kreuz und einen Grabstein aus Eis aufgestellt. © dpa
Um das Kunstwerk herum wächst ein Meer aus Kerzen und Blumen. © dpa
Noch in der Nacht nach der Massenpanik kamen die ersten Trauernden, um Kerzen aufzustellen. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Inmitten der Lichter findet man immer wieder persönliche Botschaften. © dpa
Auch die Wut und der Zorn der Trauernden findet Platz auf Plakaten zwischen Blumen und Kerzen. © dpa
Für viele ist der Tunnel Ort für persönliche Trauer und kurzes Innehalten. © dpa
Auf einem Plakat können Trauernde unterschreiben und kurze Botschaften hinterlassen. © dpa
Ein Mädchen nutzt diese Möglichkeit. © dpa
Die Trauernden suchen Halt untereinander. © dpa
Manche verweilen im Gebet. © dpa
Andere lassen ihren Tränen freien lauf. © dpa
Auch im Regen harren sie noch vor den Blumen und Kerzen aus. © dpa
Die Stadt Duisburg hat ein Kondolenzbuch zur Verfügung gestellt. © dpa
Loveparade
Warum? © dpa
Loveparade
Das ist die meistgestellte Frage auf den handgeschriebenen Zetteln. © dpa
Loveparade
Vor dem Tunnel, der zur Todesfalle wurde: Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Ein junger Mann nimmt Plakate ab, die für Veranstaltungen der Loveparade werben. © dpa
Loveparade
Anwohner haben am Sonntagmorgen vor der Einfahrt zum Gelände der Loveparade Kerzen in die Fenster gestellt. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa
Loveparade
Trauer um die Toten der Loveparade. © dpa

Dort traf ihn die Wut der Trauernden mit voller Wucht - ein Mann soll ihn sogar mit Müll beworfen haben. Die restlichen Anwesenden sollen eine Traube um den Bürgermeister geildet und ihren Unmut mit Buh-Rufen und Beschimpfungen kundgetan haben.

Ein Leibwächter brachte den 55-Jährigen schließlich vor den etwa 120 Menschen in Sicherheit. Er flüchtete in seinem Dienstwagen.

Zahlreiche Vermisstenfälle noch ungeklärt 

Zwei Tage nach der Massenpanik sind offiziell noch immer zahlreiche Menschen als vermisst gemeldet. Am Montagmittag war nach Polizeiangaben noch der Verbleib von 1.138 Menschen ungeklärt, die nach der Katastrophe meist von Angehörigen vermisst gemeldet worden waren. Das bedeutet allerdings nicht, dass so viele tatsächlich noch vermisst werden. Laut Polizei versäumen es viele Angehörige zu melden, dass die Vermissten wieder zu Hause sind. “Wir bitten die Angehörigen von bislang als vermisst geltenden Personen daher um sofortige Mitteilung nach deren Rückkehr“, appellierte die Polizei an die Betroffenen und gab dafür die Telefonnummern 0203-280-4125, - 4128 oder -4526 an, die tagsüber besetzt seien. 

pie/dapd

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