Dutzende Tote nach Erdrutsch auf Müllkippe

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Erdrutsch auf Müllhalde in Äthiopien.

Addis Abeba - Auf einer Müllkippe am Rande der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba hat ins Rutschen geratener Abfall dutzende Häuser verschüttet und mindestens 46 Menschen getötet.

Bislang seien nach dem Unglück vom Samstagabend 46 Tote zu beklagen, erklärte der Bürgermeister der Stadt, Diriba Kuma, am Sonntag. Es handele sich vornehmlich um Menschen, die den Müll nach brauchbaren Dingen durchsucht hätten, die meisten von ihnen Frauen, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Zunächst war von 24 Toten und 28 Verletzten die Rede gewesen.

Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete von der Müllhalde, dass sich offenbar ein Teil eines Müllbergs gelöst hatte. Mehrere ärmliche Hütten auf der Müllkippe Koshe (was in der Landessprache "Schmutz" bedeutet) und in einem angrenzenden Armenviertel wurden verschüttet. Aus dem Müll ragten Bauteile der zerstörten Hütten hervor.

Mit sechs Baggern wurde am Sonntag nach möglichen weiteren Verschütteten gesucht. Die Polizei musste Schaulustige von der Müllkippe fernhalten. Die Sprecherin fügte hinzu, dass mit einem weiteren Anstieg der Opferzahl zu rechnen sei, da das verschüttete Gebiet "relativ groß" sei.

Seit mehr als 40 Jahren ist die Müllkippe der Hauptentsorgungsort für den Abfall der rasant wachsenden Hauptstadt Addis Abeba, in der bereits vier Millionen Menschen leben. Für einige Jahre war sie stillgelegt, wurde aber kürzlich wieder in Betrieb genommen, weil Bauern eine geplante Deponie in ihrer Region blockiert hatten.  Die Stadtverwaltung baut nach Angaben ihrer Sprecherin eine neue Müllkippe, die noch nicht in Betrieb ist.

afp

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