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Edeka kann keine Preisschilder mehr drucken: „Durch die globale Erwärmung ...“

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Von: Kai Hartwig

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In deutschen Supermärkten und Discountern wird vieles teurer. Offenbar sorgt zudem der Klimawandel für Engpässe, wie eine Edeka-Kundin offenbarte.

Berlin – Die Menschheit hat dieser Tage mit vielen Problemen zu kämpfen. Der Klimawandel gehört zu den elementaren Dingen, die Veränderungen auch im Alltag nahezu unumgänglich machen. Auch beim Gang in den Supermarkt oder Discounter.

Viele Unternehmen versuchen inzwischen, mehr Nachhaltigkeit in allen Produktionsebenen einzubauen. Ressourcen sollen geschont werden, im Idealfall recycelt und wiederverwendet. Als Supermarktkunde denkt man da vor allem auch an die Verpackung der einzelnen Produkte. Doch trotz aller Bemühungen machen sich die Auswirkungen des Klimawandels auch an anderer Stelle bemerkbar, wie eine Edeka-Kundin in Berlin feststellen musste.

Noch nicht angebrachte Preisschilder liegen in einer Kiste in einer Edeka-Filiale
Eine Edeka-Filiale in Berlin konnte vorübergehend keine Preisschilder mehr drucken. (Symbolbild) © Marcel Kusch/dpa

Edeka kann keine Preisschilder mehr drucken – Kundin ist vom Grund „schockiert“

Als sie kürzlich in ihren nahegelegenen Supermarkt ging, staunte die Berlinerin nicht schlecht. In der Obst- und Gemüseabteilung hing ein handgeschriebener Zettel. Der enthielt eine Information für die Kundschaft der Edeka-Filiale in der Hauptstadt: „Durch die globale Erwärmung kommt es zu Lieferengpässen (Druckerpatrone), daher können wir leider keine aktuellen Preisschilder drucken. Wir bitten um Entschuldigung. Ihr Edeka-Team.“

Ein Foto des Zettels veröffentlichte die Kundin auf Twitter. „Das war in meinem Stamm-Supermarkt in Berlin“, meinte sie in einem weiteren Kommentar zu ihrem Tweet. „Es ist wirklich ungewöhnlich, von einem Supermarkt schockiert zu sein, der das Offensichtliche sagt, aber es fühlt sich trotzdem radikal an, dass er das getan hat.“

Edeka muss auf aktuelle Preisschilder verzichten – aufgrund des Klimawandels

Zuletzt sorgten in erster Linie Preissteigerungen bei vielen Lebensmitteln für entgeisterte Gesichter unter den Supermarktkunden. Oft wurden auch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs als Grund für Knappheit einiger Produkte und Lieferschwierigkeiten genannt. Doch dass sich auch der Klimawandel schon derart drastisch zeigt, machte die Twitter-Userin dann doch fassungslos.

Ob das Edeka-Team mit seiner Rechtfertigung der fehlenden Preisschilder richtig liegt oder andere Gründe die Ursache waren, sei einmal dahingestellt. Teils waren auch exzessive Hamsterkäufe der Grund für die Knappheit des ein oder anderen Produkts. Einem Twitter-User fiel in einer Filiale kürzlich auf, dass es ein Kaufland-Kunde mit dem Einkauf von Ketchup und Mayonnaise etwas übertrieben hatte. (kh)

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