Empörter Kunde beschwert sich über Facebook

Edeka-Kunde entsetzt über miese „Mogelpackung“: „Tolle Verpackungskünstler dran“

Ein Bild von einem Edeka-Center von außen, in dem einige Kunden zusehen sind.
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Ein Edeka-Kunde ist verärgert über eine Produktverpackung.

Ein Edeka-Kunde beschwert sich bei Facebook über ein Produkt der Edeka-Eigenmarke. Daraufhin meldet sich auch Edeka zu Wort.

Hamburg - Ein Facebook-User hat sich nichts ahnend einen Wurst-Snack der Edeka-Eigenmarke gekauft. Später macht er sich bei Facebook Luft und macht Edeka einen schweren Vorwurf: Werden die Kunden mit Mogelpackungen hinters Licht geführt? Der enttäuschte Kunde hält seine Mogelpackung der Edeka-Eigenmarke mit zwei Fotos fest, die er anschließend auf die Facebook-Seite von Edeka postet.

„Da waren ja tolle Verpackungskünstler dran!! Mehr Schein als Sein. Edeka Deutschland Sie verarschen also auch gerne Ihre Kunden mit Mogelpackungen?“, lautet die Bildüberschrift. Auf dem ersten Facebook-Foto sieht man eine Wurstverpackung, die gut gefüllt scheint. Auf dem zweiten Bild wird jedoch klar, dass ein Großteil der Verpackung aus Luft besteht.

Verbraucherzentrale warnt vor „Mogelpackungen“

Laut der Verbraucherzentrale, greifen Unternehmen immer wieder in die Trickkiste um den Inhalt von Produkten größer wirken zu lassen. Darüber beschweren sich immer mehr Verbraucher im Netz. Die Stiftung Warentest und die Verbraucherzentrale Hamburg zeigen daher jeden Monat neue „Mogelpackungen“. Edeka scheint dabei keine Ausnahme zu sein. Der von den Edeka-Kunden bemängelte Wurst-Snack wird dort jedoch noch nicht aufgelistet.

Laut der Verbraucherzentrale fehlt ein Gesetz, das solche Mogelpackungen verhindert. Lediglich eine Verwaltungsrichtlinie gibt vor, dass nicht mehr als 30 Prozent Luft in einer Produktverpackung sein sollte. Jedoch sind übergroße Verpackungen nicht verboten, wenn sie ein Sichtfenster haben oder der Inhalt gut tastbar ist. Dies war auch bei dem Produkt des empörten Facebook-Users der Fall. Daher ist diese Art von Verpackung nicht verboten.

Edeka kommentiert: Gibt es eine Entschädigung für den Kunden?

Edeka lässt das Posting des empörten Wurst-Snack-Kunden nicht unkommentiert: „Hallo, das leiten wir an unseren Kundenservice weiter. Danke für deinen Hinweis. Bitte schick uns per PN deine Postanschrift, E-Mail-Adresse und/oder Telefonnummer. Die Kollegen melden sich bei dir.“ Es scheint also, als würde der Edeka-Kunde eine Entschädigung erhalten - ob das aber tatsächlich der Fall ist und wie diese ausschauen sollte, bleibt offen. Rechtlich gesehen ist Edeka zu einer Entschädigung jedenfalls nicht verpflichtet.

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