Foto geht viral

Edeka-Anblick schlägt Wellen - „Noch ganz klar im Kopf?“

Eine Entdeckung aus einer Edeka-Filiale schlägt hohe Wellen im Netz. Denn viele sehen gleich doppelten Grund, sich zu ärgern.

München - Süßwarenfreie Kassen sind ein spannendes Konzept - wenn sie denn auch optimal umgesetzt werden. So können Eltern selbst entscheiden, ob sie mit ihren Sprößlingen die „Quengelzone“ lieber weiträumig umgehen. An den meisten Kassen sind bekanntlich Leckereien platziert, die gern mal Stress mit den Kindern bringen, weil diese drauf anspringen. Bei süßwarenfreien Kassen ist das anders.

Edeka-Foto geht viral - wegen gleich zwei Entdeckungen

Die Sache mit der Umsetzung ist aber nicht nur jüngst bei einer Kaufland-Filiale gescheitert. Sie sorgt auch bei einem Edeka-Markt für Spott. Ein Foto aus einer nicht näher benannten Filiale vom 19. Mai geht bei Twitter viral - bis Samstag, 10 Uhr, sammelte es schon rund 2.700 Likes und wurde 190 Mal retweetet.

Zu sehen ist ein Schild, das „Süßwarenfreie Kasse“ anzeigt - mit Pfeilen nach links und rechts. Dazu schreibt die Twitter-Nutzerin: „‚Edeka, wie sehr hasst ihr Eltern?‘ Edeka: Ja.“

Was sie meint, wird gleich klar. Denn an der Kasse links des Schildes ist zwar kein Süßkram zu sehen. Dafür sind die Regale vollgepflastert mit Spielwaren und anderem Zubehör für die junge Zielgruppe. Gequengel vorprogrammiert! So hält Edeka zwar das Versprechen „süßwarenfrei“ ein - aber eben nicht das, was es üblicherweise bewirken soll: einen entspannten Bezahlvorgang.

Und der Userin fällt noch etwas auf: Auch Schnaps ist in rauen Mengen an der Kasse platziert. „Immerhin kann man sich dann direkt einen Kurzen einbauen“, lästert sie.

Edeka-Foto: Ärger über Quengelware und über Alkohol

Viele ärgern sich über die Quengelware, andere über den Alkohol. „Statt Zucker Vorbereitung zum Alkoholiker. Sind die noch ganz klar im Kopf?“ und „Ich find den Alkohol in Kleinkindhöhe viel schlimmer als die rosa Wand“, heißt es.

Eine Nutzerin ärgert sich über ein weiteres Detail: „Warum hat der rosa Mist keine Preisschilder? Müssen Kinder (bzw. noch schlimmer, hier geht es gezielt um Mädchen) nicht lernen, mit Geld umzugehen, sondern nur zu quengeln? N bisschen Wimpernklimpern? Der Schnaps hat übrigens welche. Kann oder muss die Zielgruppe eher rechnen?“

Edeka-Foto: Manche verstehen die Kritik nicht

Ein anderer Nutzer, der nach eigenen Angaben selbst im Handel arbeite, versteht die Kritik an der Ware links vom Schild nicht. „Was ist die Erwartungshaltung? Dass der Händler die Regale leer lässt?“ Auch andere springen dem Supermarkt zur Seite: „Wenn Sie Händler*in wären, würden Sie das genauso machen. Aufgabe des Einzelhandels ist nicht die Kindererziehung, sondern die Umsatzerzielung.“

Und eine Userin setzt einfach auf Erziehung: „Meinem Sohn wäre das sowas von egal.... Meiner Tochter auch... Denn bei mir heißt es: Wer quengelt, bekommt erst recht nix. Ich bin da konsequent. Hatte daher noch nie wirklich Probleme.“ Aus der Abteilung „unproblematisch, aber witzig“ entstammt ein Edeka-Zettel aus München. (lin)

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