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Ein Lusttermin für Frau Merkel

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Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg empfängt die Kanzlerin.
Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg empfängt die Kanzlerin. © dpa

Oslo - Oh là, là, Frau Kanzlerin! Die einst als „graue Maus“ und „Kohls Mädl“ geschmähte Angela Merkel entpuppte sich bei der feierlichen Eröffnung des Operhauses in Oslo als Star des Abends

Sie stellte mit ihrem stilvollen Abendkleid sogar gekrönte Häupter wie die dänische Königin Margrethe II. oder Schwedens Kronprinzessin Viktoria in den Schatten, die ebenfalls von König Harald als Ehrengäste eingeladen waren.

Die norwegischen Fotografen konnten nicht genug bekommen von Merkels tiefem Dekolleté. Kein Wunder, kennt man die Kanzlerin doch ansonsten nur in ihren geliebten Hosenanzügen oder selten in hochgeschlossenen Kleidern.

Die Kanzlerin ist stilsicherer geworden: Ein Fehltritt wie bei den Bayreuther Wagner-Festspielen vor zwei Jahren, als ihr rosafarbenes Abendkleid unschöne Schweißflecken offenbarte, unterläuft ihr jetzt nicht mehr so leicht.

Für Opern-Fan Merkel war die glamouröse Eröffnung der neuen Nationaloper Norwegens ein echter Lusttermin: „Ich gratuliere Norwegen zum neuen Opernhaus. Das ist ein architektonischer Glanzpunkt in der Geschichte der Architektur Europas.“

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Bei aller Begeisterung über den gelungenen Neubau steht die neue Oper in dem durch Nordsee-Öl und -Gas reich gewordenen Land vor beachtlichen Anlaufproblemen. Die 600 Beschäftigten haben deutliche Einkommenserhöhungen verlangt und wollen bei Nichterfüllung in vier Wochen streiken.

Vor der feierlichen Einweihung musste die als Premieren-Knüller geplante Oper „In 80 Tagen um die Welt“ des norwegischen Komponisten Gisle Kverndokk um fast ein Jahr verschoben werden. Die hochmoderne und hochkomplizierte Bühnentechnik ließ sich nicht rechtzeitig installieren.

Quelle: tz

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