In Indien

Elfjährige nach versuchter Vergewaltigung verbrannt

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Polizisten führen den Verhafteten ab.

Neu Delhi - In Indien ist ein elfjähriges Mädchen gestorben, nachdem ihre Peiniger sie nach einer versuchten Vergewaltigung mit Kerosin überschüttet und angezündet hatten.

Ersten Ermittlungen zufolge hätten zwei Männer versucht, sich an der Elfjährigen unweit ihres Wohnhauses in Howrah bei Kolkata zu vergehen. Als diese sich wehrte und drohte, ihn zu verraten, habe einer der beiden sie mit Kerosin überschüttet und angezündet. Das Mädchen sei bereits am Mittwoch mit schweren Verbrennungen in eine Klinik gebracht worden und später ihren Verletzungen erlegen, berichteten die Nachrichtenagentur IANS am Sonntag.

Die Polizei habe am Samstag einen 18-Jährigen Verdächtigen festgenommen, berichtete die „Times of India“. Er und ein Komplize, der noch auf der Flucht sei, seien noch von dem Opfer benannt worden. Der Verdächtige bestritt, das Mädchen verbrannt zu haben und gab nach Angaben der Zeitung seinem Komplizen die Schuld.

Neuer Gerichtstermin im Fall der vergewaltigten Inderin

Trotz verschärfter Gesetze lasse die Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Indien nicht nach, sagten Aktivisten. Sexuelle Gewalt ist seit der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi im Dezember ein viel diskutiertes Thema in der indischen Öffentlichkeit. Der Fall hatte auch weltweit Aufsehen erregt. Die 23 Jahre alte Frau war knapp zwei Wochen nach der grausamen Tat an ihren inneren Verletzungen gestorben.

Im diesem Fall wird das Urteil gegen den jugendlichen Angeklagten möglicherweise am 19. August fallen. Dann sei der nächste Termin angesetzt, sagte Verteidiger Rajesh Tiwari am Montag in Neu Delhi. Ursprünglich sollte die Entscheidung schon Mitte Juli gesprochen werden, doch das Jugendgericht hatte den Termin mehrfach verschoben. Der Grund sind Anträge vor dem höchsten Gericht Indiens, die die Altersgrenze jugendlicher Straftäter infrage stellen.

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Einer der mutmaßlichen Täter war zum Tatzeitpunkt im Dezember 17 Jahre alt und kann deswegen nach bisheriger Rechtsauslegung nicht als Erwachsener bestraft werden. Ihm drohen maximal drei Jahre in einer Jugendeinrichtung. Die anderen Verdächtigen waren älter, sie könnten zum Tod verurteilt werden. Das Urteil in ihrem Prozess könnte Ende August fallen.

dpa

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