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Kult-Produkt im Supermarkt-Regal betroffen – Komplette Marke verschwindet in Deutschland vom Markt

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Von: Stella Henrich

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Der Hersteller Emmi stellt den Vertrieb seiner Produkte der Marke Onken hierzulande ein. Das bedeutet wohl auch das Aus für die Wiederkehr des Kult-Quarks „Frufoo“.

München ‒ Der Vertrieb der Marke Onken in Deutschland wird Ende Juni 2022 endgültig eingestellt. „Die Entscheidung, unser Onken-Sortiment vom deutschen Markt zu nehmen, ist uns nicht leichtgefallen“, wird Elisabeth Wagner-Wehrborn, Geschäftsführerin von Emmi Deutschland bei Lebensmittelzeitung.de zitiert. Als Gründe nennt die Emmi-Chefin das beschränkte Wachstumspotenzial, die ungenügende Profitabilität sowie die hohe Energieintensität der bestehenden Anlagen.

Das Aus der Marke bedeutet auch das endgültige Ende auf die Hoffnung, der Kult-Quark „Frufoo“ kehre in den Handel zurück. Viele Erwachsene erinnern sich bestimmt an die Kult-Snacks ihrer Kindheit. Schon einmal verschwand der Fruchtquark aus den Kühlregalen des deutschen Lebensmittelhandels. Das war im Jahr 2004. Quarkgenießer forderten daraufhin 15 Jahre lang seine Rückkehr.

Kult-Quark: Petition auf Facebook im fünfstelligen Bereich

Dem Druck der Verbraucher konnte sich Hersteller Emmi nicht widersetzen. Mit einer Petition auf Facebook sammelten die Nutzer Likes im fünfstelligen Bereich. Das überzeugte den Hersteller. 2019 führte Onken den Kult-Snack wieder ein. Doch anstatt großen Jubels brach Enttäuschung bei den Fans aus. „Der Frufoo ist gelandet. Banane-Erdbeer, kein Spielzeug, andere Becherform, Basteltipps auf der Rückseite. Möge der Shitstorm beginnen“, postete ein Frufoo-Fan auf Twitter.

Und auch andere Fans kritisierten, dass der neue Quark ganz anders war als das Produkt aus Kindertagen. Es folgte ein waschechter Shitstorm. Der Kult-Quark floppte und wurde kurze Zeit später wieder vom Markt genommen..

Kult-Quark: Onken-Geschäft in Deutschland von marginaler Bedeutung

Insgesamt ist das Onken-Geschäft in Deutschland für den Schweizer Milchverarbeiter von weniger großen Bedeutung. Das Onken-Geschäft in Großbritannien dagegen scheint besser zu laufen. Dort sei die Marke gut positioniert, zähle bei großformatigen Joghurts sogar zu den führenden Anbietern. Onken werde es dort auch weiterhin geben, heißt es von Seite des Unternehmens. Hierzulande fokussiert sich das Unternehmen lieber auf Segmente wie Ready-to-drink-Kaffee mit Emmi Caffè Latte.

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