Auf ungewöhnlichem Weg überführt

Käse-Foto bringt Mann für mehr als 13 Jahre ins Gefängnis

Käse Foto Gefängnis
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Carl Stewart muss für 13,5 Jahre ins Gefängnis.

Ein harmlos wirkendes Käse-Foto ist einem Mann in England zum Verhängnis geworden. Er wandert jetzt für mehr als 13 Jahre in den Knast.

Liverpool - Ungewöhnlicher Ermittlungserfolg für die Behörden in England: Aufgrund eines Käse-Fotos kamen sie dem Drogendealer Carl Stewart auf die Schliche. Der 39-Jährige stand nun in Liverpool vor Gericht und wurde zu 13,5 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Merseyside Police ist stolz auf den Fall, veröffentlichte ihn bei Facebook. Zahlreiche englische Medien wie das Liverpool Echo oder der Guardian berichten darüber.

England: Käse-Foto bringt Drogendealer in den Knast

Der Mann war unter dem Benutzernamen „Toffeeforce“ beim Chat-Netzwerk EncroChat unterwegs. Der Dienst galt wegen seiner aufwändigen Verschlüsselung als nicht zu knacken. Das hat sich längst geändert, was seitdem immer wieder zu zahlreichen Festnahmen führte.

Bei Stewart war der Weg ein ungewöhnlicher: Er hatte ein Foto von seiner Hand mit einem Stück Stilton-Käse veröffentlicht. Damit gelang es den Ermittlern, seine Fingerabdrücke zu analysieren. Und ihn so zu identifizieren. Vor Gericht wurde er nun zu 13,5 Jahren Haft verurteilt - unter anderem für seine Beteiligung, in großem Stil harte Drogen wie Heroin und Kokain vertrieben zu haben.

England: Drogendealer auf ungewöhnlichem Weg überführt

Ermittler Lee Wilkinson erklärt: „Carl Stewart war daran beteiligt, große Mengen von Drogen der Klasse A und B gehandelt zu haben, wurde aber durch seine Liebe zu Stilton-Käse überführt, nachdem er ein Foto eines Stücks davon in seinen Händen über EncroChat gepostet hatte.“

Wilkinson weiter: „Seine Hand und seine Fingerabdrücke wurden von diesem Foto analysiert, und es wurde festgestellt, dass sie zu Stewart gehören.“ Die Polizei veröffentlichte nicht nur ein Bild des Verbrechers, sondern auch des Käses, der ihm zum Verhängnis wurde. Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigte auch die Polizei in Niedersachsen: 4.000 Euro im WC einer Arztpraxis! (tz.de)

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