Entführung: Hinweise und "Aktenzeichen XY"

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Die Polizei sucht fieberhaft nach Hinweisen.

Potsdam - Nach der Entführung eines Geschäftsmanns sind bei der Polizei neue Hinweise eingegangen. Außerdem setzen die Beamten auf die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY".

Nach der Entführung eines Berliner Geschäftsmannes in der Nähe von Storkow (Oder-Spree) geht die Polizei ersten Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Bis Dienstagnachmittag seien 26 Hinweise eingegangen, die nun akribisch überprüft würden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. In einer Presseerklärung veröffentlichte die Polizei unter anderem neue Phantomzeichnungen von der Kleidung des Täters. Er trug laut Zeugenaussagen unter anderem eine grüne Softshelljacke mit weißen Streifen auf den Ärmeln.

Der 51-jährige Berliner Unternehmer war am Freitag in seinem Haus auf brutale Weise entführt und anschließend auf einer Schilfinsel festgehalten worden. Von dieser konnte er sich am Sonntag selbst befreien. Zur Aufklärung der Tat sind weiterhin etwa 300 Beamte rund um den Tatort am Storkower See im Einsatz. An der Spurensuche sind auch Taucher beteiligt. Zudem sollen alle Bootsbesitzer in der Gegend überprüft und das Gelände weiträumig abgesucht werden, weil der Täter sein Opfer mit einem Boot auf die Insel gebracht hatte.

Bei der Fahndung nach dem Entführer soll auch ein Beitrag im Fernsehen helfen. Der Fall wird am Mittwoch (10. Oktober, 20.15 Uhr) in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ vorgestellt.

Die Polizei fragt, wer im Zeitraum von Freitag bis Sonntag im Gebiet Storkow, Wendisch Rietz oder Dahmsdorf und auf dem Großen Storkower See verdächtige Personen gesehen hat. Da die Entführung offenbar lange im Voraus geplant war, werden auch Hinweise zu Personen gesucht, die seit dem Frühjahr in der Nähe von Häusern am Großen Storkower See aufgefallen sind.

Der gesuchte Täter ist 25 bis 50 Jahre alt, 1,70 bis 1,85 Meter groß, durchtrainiert und Rechtshänder. Er spricht Deutsch ohne Akzent. Hinweise nimmt die Polizei am Bürgertelefon unter 0700-33330331, anonym per Anrufbeantworter unter 0335-40070333 oder per E-Mail unter mordkommission-ffo@web.de entgegen.

dapd

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