Er ließ sich "Mini" auf den Penis tätowieren

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Die "89.0 RTL Morningshow"-Moderatoren Jule und Marco (hinten) freuen sich mit dem mutigen Kandidaten Andreas Müller (r.) und Tätowierer Matthias Seebo (vorn li.): Er darf jetzt ein Jahr "Mini One" kostenlos fahren. 

Halle - Ein Mann aus Salzgitter ließ sich live im Radio das Wort "Mini" auf den Penis tätowieren. Die Aktion wird nun zum Fall für die Medienwächter.

Wegen zahlreicher Beschwerden gegen diese Morgenshow-Aktion des Senders 89.0 rtl hat sich die Medienanstalt Sachsen-Anhalt mit dem Fall befasst. Weil Verstöße gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht ausgeschlossen werden können, sei der Fall an die zuständige Kommission für Jugendmedienschutz (KJM/München) weitergegeben worden, teilte die Medienanstalt am Donnerstag in Halle mit. “Die Frage ist, ob eine solche Aktion morgens, 7 Uhr, beim gemeinsamen Familienfrühstück angebracht ist - und ob man dazu Video-Sequenzen im Internet hinterlegen sollte“, sagte Medienanstalts-Direktor Martin Heine.

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In der Morgensendung am 24. Januar waren Hörer aufgerufen worden, sich eine verrückte Aktion auszudenken. Der Gewinner Andreas Müller ließ sich den Namen eines Autos auf sein bestes Stück tätowieren - und durfte das Auto ein Jahr lang kostenlos nutzen. Es handelt sich wohlgemerkt um einen "Mini". Das Tätowieren der vier Buchstaben wurde auch im Internet ausführlich dokumentiert.

Falls die KJM einen Rechtsverstoß feststellt, drohen dem Sender eine Programmbeanstandung und/oder ein Bußgeld bis zu 500 000 Euro. Lange warten dürfen die Medienschützer mit der Entscheidung nicht: Der Fall verjährt nach sechs Monaten.

dpa

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