Besitzer nimmt Spur auf

Hund bei Erfurt entführt: Fall nimmt nach rund 100 km Jagd überraschende Wende

Hund Käthe
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Da ist sie wieder: Die Polizei zeigt die gerettete Käthe.

Mitten in ihrer Jagdhund-Ausbildung wird Beagle Käthe entführt. Der Besitzer macht Meldung bei der Polizei und heftet sich anschließend mit deren Hilfe an die Fersen der vermeintlichen Entführer:innen.

Erfurt - Mit so einer aufregenden Jagdausbildung hatten weder Hündin Käthe noch ihr Besitzer gerechnet. Am 26. März geht gegen Mittag ein Notruf bei der Landespolizeiinspektion Erfurt ein. Ein 56-jähriger Mann meldet seine Hündin Käthe als vermisst, beziehungsweise als entführt. Von dem ungewöhnlichen Vorfall berichtet die Polizei.

Während ihrer Prüfungsabnahme zum Jagdhund nördlich von Apolda sei die Beagle-Dame Käthe an einer zuvor ausgelegten Fährte ausgesetzt worden, um dieser eigenständig zu folgen. Dabei wurde der Hund temporär durch den Prüfer mit einem GPS-Tracker überwacht. Mitten in der Prüfung fällt dem 56-jährigen Hundebesitzer jedoch auf, dass sich Käthe mit einer ihr unmöglichen Geschwindigkeit entfernt. Er muss davon ausgehen, dass sich seine Käthe in einem fremden Fahrzeug befindet und nimmt die Verfolgung auf. Außerdem verständigt er per Notruf die Polizei, um die Entwendung seiner Hündin zu melden.

Hunde-Entführung bei Erfurt - mitten in der Jagdhund-Prüfung verschwindet Hündin Käthe

Jede:r Hundebesitzer:in kann sich in die Sorge des Mannes hineinversetzen. Der eigene Hund in fremden Händen ist keine schöne Vorstellung, vor allem, wenn es sich dabei allem Anschein nach um eine Entführung handelt. Laut der Polizei-Meldung können die Hunde-Entführer:innen dank des GPS-Trackers verfolgt werden. So führt das Signal den Hundebesitzer nach einer längeren Autofahrt (rund 50 Kilometer) zu einem Möbelhaus im Westen Erfurts. Dort trifft er auf Polizeibeamte, die vermeintlichen Entführer:innen sind ihnen jedoch bereits entwischt und befinden sich erneut auf der Autobahn in Richtung Sömmerda.

Hunde-Entführung bei Erfurt - zwei Frauen werden gestellt und sprechen von guten Absichten

Auf der Autobahn - laut Polizei-Screenshot einer Landkarte weitere fast 50 km entfernt - wird das Entführungs-Fahrzeug schließlich von der zuständigen Polizei gestoppt. Dem wenig später eintreffenden und sichtlich frohen 56-jährigen Hundebesitzer kann seine Hundedame unversehrt übergeben werden. Die zwei Damen, die Käthe mitgenommen hatten, seien nach eigener Aussage auf dem Weg zur Abholung eines Möbelstückes gewesen, als sie die scheinbar herrenlose Hündin gefunden hatten.

Sie hatten vorgehabt, die Hündin bei einem Tierheim abzugeben. Eine überraschende Wende. Ob‘s auch stimmt? Da der Verdacht auf eine Straftat bestand, wird nun gegen die zwei Frauen ermittelt. Käthe wird wohl ihre Prüfung zur Jagdhündin erneut absolvieren müssen. Vielleicht sollte sie sich auch eine Umschulung zur Polizeihündin überlegen, denn durch die Corona-Pandemie werden mehr Hunde geklaut.

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