Erstmals radioaktives Jod aus Japan in Deutschland

Berlin - Erstmals ist radioaktives Jod aus Japan in Deutschland gemessen worden. Messstellen hatten die Spuren am Donnerstagabend wie erwartet festgestellt.

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Die Dosis sei absolut unbedenklich, teilte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums am Freitag in Berlin mit. “Es konnten geringste Spuren, ein fünftausendstel Becquerel Jod pro Kubikmeter Luft, nachgewiesen werden“, sagte die Sprecherin. “Die daraus resultierende Dosis ist mehr als eine Millionen Mal niedriger als die Dosis, die ein Mensch durch die natürliche Strahlung erhält.“

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Die Spuren seien am Donnerstagabend wie erwartet an den höchstempfindlichen Messstellen des Deutschen Wetterdienstes, des Bundesamtes für Strahlenschutz sowie der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt in Potsdam, Offenbach, Braunschweig und Schauinsland gemessen worden.

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, die Zollverwaltung prüfe sämtliche Warensendungen aus Japan mit Geigerzählern. Auf dem Hauptweg, dem Seeweg, seien aber noch keine Waren eingetroffen, die nach Unglück abgesandt wurden.

Radioaktive Spuren auch über der Schweiz

Auch im Luftraum über der Schweiz sind erstmals minimale Spuren radioaktiver Partikel aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima festgestellt worden. Ebenso wie in Deutschland stellen die Werte für die Radioaktivität hier nach Angaben des Bundesamtes für Gesundheit für die Bevölkerung keine Gefahr dar. Das sagte ein Sprecher am Freitag.

Die Messungen in der Schweiz auf 6000 Metern Höhe haben nach Angaben der Behörden ergeben, dass am Mittwoch ein Kubikmeter Luft 140 Mikrobecquerel Jod-131 enthalten habe. Dies sei 20.000 Mal weniger als der zulässige Grenzwert, hieß es.

Normalerweise gebe es in der Luft auf dieser Höhe gar kein Jod-131. Deshalb könne davon ausgegangen werden, dass es sich um Partikel aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins handele, sagte der Sprecher. Die Messungen in Bodennähe ergaben dagegen Werte im Normalbereich.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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