Esoterik – das steckt dahinter

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Die Esoterik befasst sich mit der Kraft des Geistes und des Übersinnlichen. Sie sucht Antworten auf Fragen des Lebens.

Den etablierten Religionen fehlt das Übersinnliche, die Wissenschaft ist zu nüchtern. Deshalb wenden sich viele Menschen der Esoterik zu. Sie bietet für jeden etwas: Vom Heilen durch Handauflegen bis zum Blick in die Zukunft. Erfahren Sie hier mehr über die Formen der Esoterik und was sie bedeuten.

Esoterik gleicht heute einem Gemischtwarenladen. Philosophie, Glauben, Aberglauben und Begriffe aus der Physik wie „Felder“ und „Energien“ – alles ist darunter vereint.

Das Wort esõterikós stammt aus dem Griechischen und bedeutet „das Innere“. Es stand in der Antike für eine Lehre, die nur einem kleinen, inneren Zirkel zugänglich war, entgegen dem öffentlichen Wissen, der Exoterik. Gelehrte und Laien machten sich in allen Epochen auf die Suche nach einem allumfassenden Wissen, das unter der Oberfläche liegt. Selbst die großen Weltreligionen kennen esoterische Traditionen, wie das Judentum die Kabbala oder das Christentum die Mystik.

Esoterik ist ein Teil unserer Alltagskultur

Ein Sammelbegriff für okkulte und magische Praktiken wurde die Esoterik erst später. Heute ist sie ein Teil unserer Alltagskultur. Laut dem Religionswissenschaftler Hartmut Zinser ist sie für viele Menschen deshalb so reizvoll, weil die Kirchen keinen Zugang zum Außergewöhnlichen bieten. Außerdem befriedige die Wissenschaft nicht die Neugier der Menschen. Die Esoterik dagegen diene als Instrument, um ein „höheres Wissen“ abzurufen.

Formen der Esoterik

Auch wenn die Esoterik unzählige Strömungen umfasst, so gibt es einige Hauptrichtungen:

Anthroposophie: Robert Steiner (1861-1925) gilt als Begründer dieser Weltanschauung. Er legte seine Lehren bewusst als Gegenentwurf zur Anthropologie an. Während diese sich mit dem äußerlich fassbaren Menschen beschäftigt, konzentriert sich die Anthroposophie auf Geist und Bewusstsein.

  • Magie:Sie umfasst die Disziplinen Alchemie, Astrologie und Kabbala und lässt sich bis zu den Babyloniern zurückverfolgen.
  • Yoga:Die indische philosophische Lehre umfasst nicht nur eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen, sondern auch Meditation und Askese.
  • Theosophie: Die Deutsch-Russin Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891) ist eine der Begründerinnen der Theosophie. Sie brachte die fernöstlichen mit europäischen esoterischen Lehren in Verbindung.
  • Metaphysik: Die philosophische Lehre untersucht das hinter der sinnlich erfahrbaren Welt Liegende und behandelt die Zusammenhänge des Seins.
  • Okkultismus: Mit Hilfe von geheimen Lehren und Praktiken versuchen Okkultisten, auf übersinnliche Kräfte einzuwirken.
  • Reiki: Durch das Auflegen der Hände soll Einfluss auf die Gesundheit des Behandelnden genommen werden.
  • Astrologie: Anhand von Sternen- und Planetenkonstellationen werden die Zukunft des Einzelnen oder Ereignisse auf der Welt vorhergesagt.

Karten sagen die Zukunft voraus

Ein Bestandteil der Esoterik gilt als besonders populär: das Kartenlegen. Bereits im siebten Jahrhundert soll es in China aufgekommen sein, im 15. Jahrhundert tauchte es auch in Europa auf. Mit der New-Age-Bewegung im letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts kam es wieder in Mode.

Anhand eines Kartenblattes sagt Ihnen ein Wahrsager Ihre Zukunft voraus. Dies können zum Beispiel Lenormandkarten sein, die verschiedene Symbolbilder zeigen. Das Blatt wird gemischt und aus der Reihenfolge und der Konstellation zueinander gibt der Kartenleger Hilfe zu bestimmten Lebenssituationen. Doch Achtung: Die Voraussagen basieren auf dem psychologischen Geschick des Wahrsagers und Ihrer Mitteilungsbereitschaft. Wissenschaftlich gesehen können Karten die Zukunft nicht voraussagen.

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