360.000 Euro Gehalt für Sekretärin: Haft für Chef

Frankfurt/Main - Ein Jahresgehalt von 360.000 Euro für die Buchhaltung hielt auch das Landgericht Frankfurt für stark überhöht - und hat einen Manager und dessen Sekretärin deshalb zu je 20 Monaten Haft verurteilt.

Der 62-Jährige hatte als Geschäftsführer einer Unternehmensberatung seiner Vorzimmerdame nicht nur das fürstliche Gehalt, sondern noch weitere Beträge zugeschanzt - insgesamt ging das Gericht am Freitag von mindestens 500 000 Euro Schaden aus. Zur Verteidigung hatte der Angeklagte darauf gepocht, bei der Bezahlung von Mitarbeitern weitgehend freie Hand gehabt zu haben. Der Kammer gingen mehrere 100 000 Euro aber zu weit - sie verurteilte den Mann wegen Betruges und die Sekretärin wegen Beihilfe.

Die 61-Jährige sei trotz fehlender fachlicher Qualifikation mit dem überzogenen Gehalt ausgestattet, das Unternehmen dadurch erheblich geschädigt worden. Hinzu kam, dass das Duo den Schaden noch nicht wiedergutgemacht hat. Wegen interner Querelen hatten beide die Firma vorzeitig verlassen. Der Frau war zuvor eine Abfindung von 780 000 Euro zugesagt worden.

dpa

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