Winter im Bekaa-Tal

Flüchtlinge im Libanon trotzen der Kälte

Sauberes Wasser gibt es aus einem großen Gemeinschaftstank.

Die Flüchtlinge im Libanon trotzen irgendwie der Kälte und Nässe. Unsere Reporterin Dorit Caspary war vor Ort und hat sich in den widrigen Verhältnissen umgesehen.

Der letzte Schneesturm ist noch nicht einmal ein Jahr her. Zina forderte im vergangenen Winter allein zehn Todesopfer im Libanon, darunter auch Babys und Kinder. Besonders betroffen war das Bekaa-Tal. Zelte brachen unter der Last der Schneemassen zusammen.

Autoreifen schützen die Zelte vor Sturm.

Jetzt frieren die Menschen dort wieder. Nachts zeigt das Thermometer Minusgrade an, in den Zelten der provisorischen Lager sind die Temperaturen nicht viel höher. Sie bieten kaum Schutz gegen die Kälte. Die meisten Unterkünfte bestehen aus ein paar Planen, die über zusammengezimmerte Latten gezogen sind. Dämmung – Fehlanzeige. Die Nässe des Winters kriecht unter den Planen durch, weicht den Boden in den Zelten auf. Die dünnen Matten, auf denen die Familien schlafen, trocknen nicht mehr, bleiben klamm. Die Kinder schlafen mit allen Kleidungsstücken am Leib, die sie besitzen. Immer mehr Menschen werden krank – Grippe, schlimme Husten, Lungenentzündungen.

Ein Vater schützt seine Kinder vor der Kälte.

Es ist inzwischen der fünfte Kriegswinter, der für die syrischen Flüchtlinge im Bekaa-Tal angebrochen ist. Jeden Tag warten die Menschen auf den Schnee und hoffen, dass es in diesem Jahr nicht so schlimm werden wird wie im letzten Winter. Die Bekaa-Ebene liegt auf rund 900 bis 1000 Metern Höhe, wird im Osten von den Hügeln des Gebirgszuges Anti-Libanon flankiert, der Syrien und den Libanon trennt. Schnee gibt es hier jedes Jahr. Der Libanon hat so viel davon, dass es oberhalb von Beirut sogar zwei Skigebiete gibt. Dort tummeln sich am Wochenende die oberen Zehntausend oder reiche Araber, die für ein paar Schwünge im Schnee einfliegen.

Sie sehen nicht, wie ein paar Kilometer weiter andere mit dem Winter kämpfen, versuchen, mit ihren Familien ein weiteres Jahr in der Fremde zu überstehen.

Alleine können die syrischen Flüchtlinge das kaum schaffen. Unicef und andere Organisationen versuchen, den Menschen so gut es geht zu helfen. Die rund 1900 Flüchtlingssiedlungen sind über den ganzen Libanon verstreut. Oft erreichen die Helfer die Menschen nur schwer. Vor allem wenn der Schnee kommt. Dann sind die Straßen zum Teil nicht befahrbar.

Ein einfacher Ölofen ist die einzige Wärmequelle für die ganze Familie, dort wird auch das Wasser warm gemacht und gekocht.

Trotz aller Widrigkeiten werden, wo immer es geht, Decken verteilt und wenn möglich Öfen installiert. Die sind teuer. Will man ein Zelt für zehn Personen winterfest machen, kostet das rund 200 Euro. Das Heizmaterial kommt extra dazu. Dann haben die Familien aber noch immer nicht die einfachsten Dinge, wie Winterjacken, feste Schuhe und warme Decken. Und wenn man einen Ofen besitzt, stellt diese einzige Wärmequelle mitten im Raum eine Gefahr für die Kinder dar. Immer wieder kommt es zu Verbrennungen oder Verbrühungen, wenn ein Topf mit heißem Wasser umgestoßen wird. 

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