Rauchentwicklung zwingt zu Zwischenstopp

Eurowings-Airbus aus Hannover muss in Prag notlanden

Prag - Nach Alarm wegen Rauchentwicklung an Bord: Ein Airbus der deutschen Fluggesellschaft Eurowings mit etwa hundert Passagieren an Bord ist am Donnerstagabend in Prag notgelandet.

Das aus Hannover kommende Flugzeug mit Ziel Wien sei "ohne Probleme gelandet, die Passagiere wurden evakuiert und es geht ihnen gut", teilte eine Flughafensprecherin der Nachrichtenagentur AFP mit. Grund für die Notlandung gegen 18.00 Uhr sei Rauchentwicklung im Frachtraum gewesen.

Feuerwehr und Rettungskräfte am Flughafen der tschechischen Hauptstadt wurden den Angaben zufolge in Alarmbereitschaft versetzt. Sie nahmen der Sprecherin zufolge nach der Landung sofort eine Kontrolle an der Maschine vor, um die Ursache für den Rauch zu finden. "Sie haben keine Brandspuren gefunden."

Es liege nun in der Entscheidung von Eurowings, einer Lufthansa-Tochter, ob der Flug fortgesetzt werde, sagte die Sprecherin weiter. Wegen des Zwischenfalls wurden mehrere andere Flugzeuge umgeleitet, die Hauptlandebahn am Flughafen Vaclav Havel musste vorübergehend geschlossen werden.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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Kommentare

heuchlerfeindAntwort
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Ach, das war vielleicht eine Maschine, die seine "Fracht" am Flughafen abgesetzt hatte und umgekehrt ist, um neue "Fracht" zu holen. so wie es in Camp Schelterschleife zugeht. Was dann zu brennen anfing entzieht sich meiner Kenntnis.

FrankUndSteinAntwort
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Sie sollten die Artikel auch ganz lesen, deren Titel Sie zitieren. ... und nicht nur die Passagen rauspicken, die Ihrer Argumentation nützen.
Siehe Focus-Artikel:
"Für Passagiere ändert sich durch das Verbot nichts" "denn es bezieht sich lediglich auf den Gütertransport in Passagiermaschinen."
Es geht bei dem Verbot lediglich um den gewerblichen Gütertransport, und hierbei auch nur um größere Mengen. Kleinstmengen, einzelne Akkus dürfen auch weiterhin gewerblich und von Passagieren privat sowieso im Flugzeug transportiert werden.

Der Focus wirft in seinem Artikel im Übrigen Einiges durcheinander, wie Sie schon in der Richtigstellung am Ende des Textes erkennen dürften. Auch der von Focus genannte Test bezüglich der Löschsysteme wurde in falschem Kontext verwendet.
Hierbei ging es um größere Akkupacks, wie sie zB im Dreamliner für Probleme sorgten. Diese bestehen aus Hunderten von zusammengeschalteten Li-Zellen. Dabei stoßen die Halon-basierten Löschsysteme der Passagiermaschinen tatsächlich an Ihre Grenzen.
Einzelne Akkus lassen sich hingegen problemlos schon von den haushaltsüblichen Feuerlöschern beherrschen, und diese sind bei weitem nicht so effektiv wie Halon-Löschsysteme.
... tatsächlich würde schon eine Flasche Wasser reichen um einen brennenden Laptop zu löschen.
einfach mal googeln: "Extinguish Lithium Battery"

Bei dem von Ihnen genannten Unglück in Dubai handelte es sich um eine Fracht- nicht um eine Passagiermaschine! Hier ging es um große Mengen von beförderten Li-Akkus! Außerdem verfügen Frachmaschinen häufig nicht um die bei Passagiermaschinen zwingend vorgeschriebenen Löschsysteme.

Es gibt wesentlich gefährlichere Dinge in der Luftfahrt als Smartphone-Akkus: depressive Piloten (Germanwings 9525), defekte Staudrucksonden (Birgenair 301 , Air-France 447), Schrott auf der Startbahn (Air-France 4590) , usw usf ...

ZukunftspiratinAntwort
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@ FrankUndStein

Zuerst mal zu diesem Punkt von Ihnen:

"Die Hälfte aller Gepäckstücke müsste aussortiert werden"

Nein die muessten nicht aussortiert werden, sondern nur händisch nachkontrolliert werden, weil es eine eindeutige bindende ICAO-Andordnung aus 2016 gibt, gemäß derer solche Lithium-Akkus nicht mehr in den Frachtraum duerfen. Und dass hat als Hintergrund, dass schonmal im Jahr 2010 eine UPS-Frachtmachine kurz nach dem Start wegen explodierender Lithium-Akkus abgestuerzt ist und dabei beide Piloten ums Leben kamen:

Dubainews: Feuer im Frachtraum von Boeing 747-400 (13.09.2010)

"Am 3. September explodierte eine UPS-Frachtmaschine nur wenige Kilometer nach dem Start in Dubai. Die beiden Piloten kamen ums Leben. Nun sind weitere Details zu dem Unglück bekannt geworden."

"Fracht als Auslöser?"

"Die genaue Stelle an der das Feuer im Frachtraum ausgebrochen ist, konnte schnell identifiziert werden. Nun wird geprüft, welche Fracht der Auslöser dafür war. Es wird auch geprüft, ob sich im Frachtraum möglicherweise Lithium-Ion Akkus/Batterien befunden haben. Hier könnte es zu einem Kurzschluss gekommen sein, wird von verschiedenen Stellen vermutet."

Von daher muesste man voruebergehend solche Lithium- Akkus in der Tat verbieten. Aber: eine Alternative ist bereits in der Entwicklung. Es geht dabei um Glas-Akkus:

MDR: Ein Akku aus Glas (13.03.2017 | 17:25 Uhr)

"Wissenschaftler aus Texas könnten das mit ihrer Entwicklung möglicherweise bald ändern: Sie haben einen völlig neuen Batterietyp auf Basis von Glas entwickelt."

"Mit ihrem Glas-Akku sorgen die Forscher der University of Texas in Austin für Schlagzeilen. Denn die Technik soll viele weitere Vorteile haben: Die Akkus speichern auf gleichem Raum mehr Energie, lassen sich schneller laden, funktionieren auch wenn es sehr kalt ist und die Materialien sind auch noch günstiger. Kopf des US-Forscherteams ist ausgerechnet der Mann, der in den 1970er-Jahren schon den Lithium-Ionen-Akku erfunden hat. Der 94 Jahre alte Physiker John B. Goodenough - geboren übrigens in Jena."
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Man sieht also: in ein paar Jahren sind diese Feuerteufel Vergangenheit. Darueber hinaus ist es schon an Bord von mehreren Passagierfluegen zu Vorfällen mit brennenden Smartphones gekommen:

Tagesschau: Samsung-Handy brennt - Flugzeug evakuiert (06.10.2016 03:35 Uhr)

"In den USA ist wegen eines brennenden Samsung-Handys Galaxy Note 7 ein startbereites Flugzeug geräumt worden. Samsung hatte mit dem Rückruf von einer Million Smartphones begonnen - wegen Brandgefahr durch Akkus. Das nun betroffene Handy soll bereits ein Austauschgerät gewesen sein."

"Gut einen Monat nach Samsungs weltweitem Rückruf des Vorzeige-Smartphones Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr hat ein solches Gerät Feuer in einem Flugzeug gefangen. Die Fluggesellschaft Southwest Airlines teilte mit, dass die Maschine auf dem Louisville International Airport (US-Bundesstaat Kentucky) deshalb noch vor dem Start nach Baltimore evakuiert werden musste. Verletzt worden sei niemand."
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In diesem Tagesschau-Artikel ist auch ein Foto von diesem abgebrannten Smartphone drin. Du siehst also: diese Lithium-Akkus sind die wahrsten Feuerteufel. Und bis es anders geht, muessen wir eben warten und auf solche Teile verzichten. Anders geht es zur Sicherheit aller nicht. Und die Frage ist eben auch im Fall MH370, ob da nicht auch solche Teile an Bord waren und die Maschine deswegen abgestuerzt ist und deswegen nicht in der Lage war, einen Notruf zu senden.