Experten: In Reaktor 4 sammelt sich Wasserstoff - Gefahr gering

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Satellitenaufnahme des AKW Fukushima.

Tokio - Im havarierten Reaktor 4 des japanischen Katastrophen-AKW Fukushima sammelt sich seit Freitag erneut explosiver Wasserstoff.

Dies geht aus der aktuellsten Analyse des Japan Atomic Industrial Forum (JAIF) hervor. Das Risiko für eine weitere verheerende Wasserstoff-Explosion ist nach Expertenmeinung aber gering.

Live-Ticker: Die Atom-Katastrophe in Japan

In dem bereits weitgehend zerstörten Reaktorgebäude 4 könne der Wasserstoff relativ schnell entweichen, sagte Reaktorexperte Hans-Josef Allelein von der RWTH Aaachen der Nachrichtenagentur dpa. “Da hat es schon gebrannt, das heißt, es bestehen schon Öffnungen.“ Kleine Wasserstoff-Explosionen seien möglich, “aber keine mit großen Auswirkungen“.

Japan-Katastrophe: Bilder vom Freitag

Japan-Katastrophe: Bilder vom Freitag

Wasserstoffgas kann in Reaktorkernen bei Temperaturen über 1000 Grad Celsius durch chemische Reaktionen entstehen. Kommt dieses mit Sauerstoff in Kontakt, kann es im schlimmsten Fall zu gewaltigen Explosionen kommen - wie in Fukushima bereits mehrfach geschehen. Ähnliches droht bei Wassereinspeisung in den überhitzten Kern.

dpa

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