Verdacht gegen Mieter

Bei Zwangsräumung: Explosion in Wiener Wohnhaus - Ein Toter

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Gasexplosion in Wien

Wien - Bei einer Explosion in einem Wohnhaus in Wien ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zwölf weitere wurden verletzt, einige schwer, wie die Polizei berichtete.

Bei der Zwangsräumung einer Wohnung hat sich am Donnerstagmorgen in Wien eine tödliche Explosion ereignet. Dabei sei der 64-jährige Hausverwalter ums Leben gekommen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf die Polizei. Es gab demnach insgesamt zwölf Verletzte, darunter ein erst einen Monat altes Mädchen. In dem Wohnhaus brach Feuer aus, das Gebäude stürzte teilweise ein. 

Zur Explosion kam es nach Angaben der Polizei, als ein 39-jähriger Gerichtsvollzieher und ein Schlosser die Tür zu einer Wohnung öffneten. Beide trugen dem Bericht zufolge Knochenbrüche und innere Verletzungen davon. Das Baby, das sich in einer Nachbarwohnung befand, sei von Mauerteilen am Kopf getroffen worden, befinde sich aber außer Lebensgefahr, schreibt die APA.

Der 55-jährige Mieter der Wohnung, deren Zwangsräumung anstand, sowie die Frau des Hausverwalters wurden den Angaben zufolge weniger schwer verletzt. Der Mann war seit 1983 in dem Haus gemeldet und dürfte seit einem Jahr keine Miete mehr gezahlt haben. Er sollte deshalb aus der Wohnung verwiesen werden. Es besteht der Verdacht, dass er die Explosion absichtlich herbeigeführt hat.

Am Haus sowie an benachbarten Gebäuden entstanden schwere Sachschäden. Feuerwehr und Polizei waren mit Dutzenden Fahrzeugen im Einsatz. Die Nachbargebäude wurden vorsichtshalber geräumt. Die Bewohner der betroffenen Häuser konnten bisher nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Strom und Gas waren abgesperrt, dazu waren Stützarbeiten notwendig, außerdem waren zahlreiche Fensterscheiben geborsten.

AFP/dpa

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