Mehrere Mitarbeiter noch vermisst

Verheerende Explosion in Leverkusen: Weiterer Toter entdeckt - „Leider schwindet die Hoffnung“

Bei einer Explosion in einem Entsorgungszentrum in Leverkusen sind zwei Personen ums Leben gekommen. Mehrere Menschen werden vermisst. Die Hoffnung auf Überlebende schwindet.

  • Eine schwere Explosion hat am Dienstagmorgen Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) erschüttert.
  • Das Tanklager einer Müllverbrennungsanlage im Chempark (Stadtteil Bürrig) ist nach Angaben des Betreibers Currenta gegen 9.40 Uhr explodiert. Das Feuer ist mittlerweile gelöscht.
  • Die Ursache der Explosion ist derzeit unbekannt. Zwei Menschen starben, mehrere Personen werden weiterhin vermisst. 31 wurden teils schwer verletzt.

Update vom 27. Juli, 20.59 Uhr: Nach der verheerenden Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen ist eine weitere Person tot aufgefunden worden. Damit stieg die Opferzahl auf zwei. Mehrere Beschäftigte wurden am Dienstagabend noch vermisst.

„Die Suche nach den Vermissten läuft weiter auf Hochdruck. Leider schwindet die Hoffnung, sie lebend zu finden, zusehends“, sagte Chempark-Leiter Lars Friedrich laut Mitteilung. Die Zahl der Verletzen wurde vom Betreiber wie von der Polizei mit 31 angegeben.

Wie viele Menschen nach dem Unglück noch gesucht werden, war zunächst nicht genau klar. In der Mitteilung des Betreibers vom Abend hieß es: „Vermisst werden noch fünf Mitarbeiter*innen, die Suche nach ihnen läuft weiterhin auf Hochdruck.“

Ein Toter nach „gefährlicher“ Explosion in Leverkusener Sondermüll-Werk: „Verdächtige Niederschläge“ erwartet

Update vom 27. Juli, 15.32 Uhr: „Es ist ein tragischer Tag für Leverkusen“, sagte Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath wenige Stunden nach der Explosion in einer Sondermüll-Anlage im Stadtteil Bürring. Auch Lars Friedrich, Leiter des Chemparks, gab ein Statement ab. Der Tod des Mitarbeiters mache ihn sehr betroffen. Friedrich sprach von einer „Gefährdungslage“, die nach wie vor bestehe.

Am Vormittag haben chlorierte Lösungsmittel gebrannt. Es sei nicht ausgeschlossen, dass deshalb giftige Stoffe in die Luft gelangt sind. „Wenn Bürger verdächtige Niederschläge finden, sollen sie diese bitte melden“, sagte Friedrich. Die Stadt Leverkusen hat bereits eine Bürgerhotline eingerichtet (siehe Update von 12.30 Uhr). Wer Rückstände und Ruß-Niederschlag entdeckt, solle sich telefonisch melden, so die Bitte des Chempark-Leiters.

Die Luftmesswerte sind aktuell aber im „grünen Bereich“, wie die Stadt Leverkusen mitteilt. Die Spielplätze in den Stadtteilen Bürrig und Opladen wurden trotzdem temporär geschlossen. Obst und Gemüse aus dem Garten sollte vor dem Verzehr abgewaschen werden - eine „Vorsichtsmaßnahme“, wie die Stadt Leverkusen mitteilt. Eine Einschätzung, ob in den Niederschlägen giftige Stoffe zu finden sind, sei nach Auskunft des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) derzeit noch nicht möglich.

Explosion in Chempark Leverkusen: Todesfall bestätigt, vier Menschen weiterhin vermisst

Update vom 27. Juli, 13.56 Uhr: Bei der Explosion im Leverkusener Chempark ist ein Mitarbeiter der Firma Currenta ums Leben gekommen, wie die Stadt Leverkusen mitteilt. Dabei handelt es sich um eine der bisher fünf vermissten Personen. „Wir sind tief betroffen über diesen tragischen Unfall und den Tod eines Mitarbeiters. Unser besonderes Mitgefühl gilt vor allem den Angehörigen, aber auch den Kollegen, die mit ihm zusammengearbeitet haben“, erklärte der Chempark-Leiter Lars Friedrich der Welt. Vier Mitarbeiter werden weiterhin vermisst.

Explosion in Sondermüll-Werk in Leverkusen: Gefährlicher Brand gelöscht, Autobahn wieder frei

Update vom 27. Juli, 13.30 Uhr: ​Der Brand, den eine Explosion im Tanklager der Müllverbrennungsanlage des Unternehmens Currenta ausgelöst hatte, ist nun gelöscht. „Wie der Chempark Leverkusen gerade mitteilt, ist der Brand nach der Explosion im Tanklager im Entsorgungszentrum Bürrig gelöscht“, berichtet die Stadt Leverkusen. Die potenziell gefährliche Wolke zieht unterdessen in Richtung des Bergischen Landes. Für den Bereich Solingen haben die Warn-Apps Nina und Katwarn ausgelöst*, wie 24RHEIN berichtet. Für die Stadt Köln bestehe hingegen keine Gefahr*.

Die Vollsperrungen für das Autobahnkreuz Leverkusen West und die Autobahn A1 zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und Köln-Nord wird aufgehoben. Das teilte die Polizei mit. Die weiträumigen Absperrungen in der Stadt bleiben aber weiter bestehen.

„Extrem gefährlicher“ Brand in Leverkusen droht auf Tanklager überzugreifen - Löscharbeiten laufen

Update vom 27. Juli, 13.17 Uhr: Die Gefahr nach der Explosion in Leverkusen ist noch nicht gebannt. Wie die Stadt Leverkusen mitteilt, brennt derzeit ein Tank mit Lösungsmitteln. Laut dem Kölner Stadtanzeiger droht das Feuer auf ein weiteres Tanklager überzugreifen. Anwohner sollen bereits vor einer möglichen zweiten Explosion gewarnt worden sein. Die Löscharbeiten laufen gerade.

Kursierenden Meldungen über Evakuierungsmaßnahmen widersprach die Stadt Leverkusen. Es werde nicht evakuiert, zitiert der Leverkusener Anzeiger eine Sprecherin der Stadt. 16 Verletzte – vier davon schwerverletzt – wurden bisher geborgen, teilte die Stadt Leverkusen mit. Fünf Personen werden weiter vermisst.

Explosion in Leverkusen: Fünf Mitarbeiter der Sondermüll-Verbrennungsanlage vermisst

Update vom 27. Juli, 12.30 Uhr: Bei der Explosion wurden mehrere Mitarbeiter der Firma Currenta verletzt, zwei davon schwer, teilt das Unternehmen mitteilt. „Sie befinden sich zurzeit in ärztlicher Behandlung“, heißt es in der Pressemitteilung. Fünf Mitarbeiter werden momentan vermisst.

Der Betreiber des Chempark Leverkusen hat eine Hotline für die Bevölkerung eingerichtet. Unter folgender Telefonnummer ist sie zu erreichen: Leverkusen 0214-2605 99333.

Wie es zu der schweren Explosion in der Sondermüll-Verbrennungsanlage kam, ist weiterhin unklar. Currenta schildert den Vorfall kurz und knapp: „Aus bisher unbekannter Ursache kam es im Chempark Leverkusen gegen 09:40 Uhr zu einer Explosion mit anschließendem Brand im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig.“

„Extreme Gefahr“ nach Explosion: Riesige Rauchsäule über Leverkusen - mehrere Verletzte

Leverkusen - In Leverkusen ist es im Bereich der Mülldeponie zu einer schweren Explosion gekommen, wie Polizei und Feuerwehr mitteilen. Die Explosion ereignete sich in einem Entsorgungszentrum des Unternehmens Currenta, das den Chempark in Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) betreibt. Vor Ort werden auch Sondermüll und giftige Stoffe gelagert. Laut dem WDR ist ein Tanklager der Ort der Explosion. Eine riesige Rauchwolke steht über der Stadt, breitet sich auch über dem Gelände der bekannten Bayer-Werke im Stadtteil Bürrig aus.

„Aktueller Einsatz der Polizei! Größere Schadenslage im Bereich Leverkusen“, twittert die Polizei. Der WDR berichtet von mehreren Verletzten. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot an der Deponie im Einsatz. Die Firma Currenta bestätigte indes die Explosion. Die Ursache der Detonation sei bisher unbekannt, teilte Chempark via Twitter mit. Weiter heißt es: „Werkfeuerwehr und Luftmesswagen im Einsatz.“ Auf Twitter haben Augenzeugen mehrere Fotos von den Rauchschwaden geteilt.

Explosion in Leverkusen: Chempark-Mitarbeiter dürfen das Gelände angeblich nicht verlassen

Nach FOCUS-Online-Informationen dürfen die Mitarbeiter des Chemparks momentan das Gelände aus Sicherheitsgründen nicht verlassen, es wird zudem mit einem Stromausfall für den Rest des Tages gerechnet. Der sogenannte Chempark befindet sich im Stadtteil Wiesdorf und wird von der Currenta GmbH & Co. OHG betrieben. Mehr als 5.000 Chemikalien werden dort hergestellt.

„Ausmaß und Ursache der Schadenslage sind aktuell noch nicht bekannt“, erklärte die Polizei in einer Mitteilung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat nach der Explosion in Leverkusen-Bürring eine aktuelle Warnmeldung herausgegeben: „Warnstufe: Extreme Gefahr“. Auf einer Karte sind die betroffenen Gebiete in Leverkusen rot markiert.

Explosion in Chempark: Über diesen Leverkusener Stadtteilen hängt die Rauchwolke

„Warnstufe: Extreme Gefahr“ nach Explosion in Leverkusen (NRW). Bürrig, Rheindorf, Opladen (rot markiert) sind betroffen.

Laut RP Online setzte die Feuerwehr der Stadt Leverkusen schon um 9.51 Uhr eine Warnung über die Warn-App NINA ab - auch hier heißt die Warnstufe „Extreme Gefahr“. Die Warn-App KATWARN löste unter der Kategorie „Sonderfall“ aus. „Insbesondere Bürrig, Rheindorf, Opladen sind betroffen“, heißt es in der App. Man solle sich in ein Gebäude begeben, Fenster und Türen geschlossen halten und die 112 nur anrufen, wenn man Angaben zum Geschehen machen könne, teilte die Feuerwehr via Twitter mit.

Nach Explosion in Leverkusen: A1, A3 und A59 gesperrt - Autobahnkreuz dicht

Die Explosion im Entsorgungszentrum des Unternehmens Currenta wirkt sich auch auf den Verkehr in Leverkusen aus. „Bitte unbedingt Rettungskassen bilden“, twittert die Feuerwehr Köln. Diese Autobahnen sind momentan in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

  • A1 zwischen Köln-Niehl und Kreuz Leverkusen
  • A3 zwischen Kreuz Leverkusen und Dreieck Langenfeld
  • A59 zwischen Kreuz Monheim-Süd und Kreiz Leverkusen-West

Die Vollsperrung betrifft außerdem das Autobahnkreuz Leverkusen West den Westring. Auch im nachgeordneten Netz sind zahlreiche Straßen gesperrt*. Autofahrer werden Gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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