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Internet spottet über neuen Facebook-Namen: scharfe Kritik für Zuckerberg

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Von: Tom Offinger

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Im Zuge seiner PR-Krise benennt sich der Mutterkonzern von Facebook um. „Meta“ soll für das Unternehmen eine neue Zeitrechnung einläuten. Im Internet gibt es vorerst nur Hohn und Spott.

San Francisco - Es war eine gut gemeinte Idee als Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am Donnerstag den neuen Namen seines Konzerns vorstellt. „Meta“ soll das Gebilde rund um Facebook, WhatsApp und Instagram zukünftig heißen. Der Name soll das Unternehmen in die Zukunft führen und die Probleme der Vergangenheit vergessen machen - zumindest wenn es nach Zuckerberg und den anderen Verantwortlichen im Silicon Valley geht.

Facebook wird Meta: Viel Spott und Hohn, aber auch Kritik

Bei den wichtigsten Angehörigen des Unternehmens, nämlich seinen Nutzern, kam die Entscheidung nicht so gut an, vielmehr wurde die Umbenennung des Social-Media-Riesen durch den Kakao gezogen. „Nicht, dass Facebook jetzt Meta-stasen bildet“, warf ein Twitter-Nutzer in den Raum. Auch der offensichtlichste aller Witze wurde zu Genüge herangezogen: „Endlich ist mehr La-Meta“, erklärte ein zufriedener Zuckerberg auf einer Karikatur.

Neben Humor stand allerdings auch viel Kritik im Mittelpunkt, die die Namensänderung nur als Vorwand für noch größere Eingriffe in die Datenschutzrechte sehen. „Die Umbenennung von Facebook zeigt Mark Zuckerbergs Allmachtsphantasien. Doch dem Image wird sie nicht helfen und dem Metaversum droht ein Megaflop“, befand ein User. Trotz Umbenennung stehe der Datenmissbrauch seiner Nutzer weiterhin im Mittelpunkt, unterstrich ein weiterer Nutzer.

Zuckerberg: Namensänderung soll erst der Anfang sein

Namensänderung hin oder her, so oder so kommen auf den Social-Media-Giganten ungemütliche Zeiten zu. Seit geraumer Zeit wird Facebook vorgeworfen zu wenig gegen Hasskommentare und Fake News auf seiner Plattform zu unternehmen, das Vertrauen in die Verantwortlichen um Zuckerberg scheint noch nie geringer gewesen zu sein. Auch der Verkauf von Benutzerdaten an Dritte sorgte für ordentlich Gegenwind. Die einfache Änderung eines Namens dürfte auf die Schnelle wenig an dieser Wahrnehmung ändern.

Die Umbenennung in Meta soll für Zuckerberg und Facebook allerdings nur der Anfang sein. In den kommenden Jahren wolle das Unternehmen ein sogenanntes „Metauniversum“ erschaffen, eine kollektiv nutzbare virtuelle Welt, so Zuckerberg. Um Facebook und seinen Gründer wird es also vorerst nicht ruhig werden.

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