Fall Corinna: Staatsanwalt fordert lebenslang 

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Für den kaltblütigen Mord an der neunjährigen Corinna aus dem sächsischen Eilenburg soll ein 39-Jähriger nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft.

Leipzig - Für den kaltblütigen Mord an der neunjährigen Corinna aus dem sächsischen Eilenburg soll ein 39-Jähriger nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft.

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Mörder der kleinen Corinna angeklagt

Staatsanwalt Ulrich Jakob beantragte am Dienstag im Landgericht Leipzig außerdem, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Damit wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. Auch der Verteidiger des Eilenburgers, Stefan Costabel, plädierte für lebenslang, lehnte die Feststellung der besonderen Schwere aber ab. Sein Mandant sei weder pädophil noch ein notorischer Gewalttäter. “Er ist ein ganz armes Schwein“, sagte Costabel. Der Angeklagte ergriff nach den Plädoyers die letzte Chance, sich in dem Prozess selbst zu äußern. Unter Tränen las er einen Text vom Blatt ab. “Ich bereue zutiefst“, sagte er. Er habe bisher nicht versucht, sich bei Corinnas Mutter zu entschuldigen, weil er nicht wisse, wie. “Wie soll ich der Mutter mitteilen, wie sehr es mir leidtut und wie sehr ich die Tat bereue?“, fragte er. “Ich habe nicht den Mut dazu.“ Er habe das Mädchen nicht töten wollen.

Trauer und Entsetzen: Der Fall Corinna aus Eilenburg

 
Der grausame Tod der kleinen Corinna schockt ganz Deutschland. Die Neunjährige war am vergangenen Dienstagabend nach dem Spielen nicht nach Hause gekommen. Ihre Mutter ging dann zur Arbeit und organisierte die Suche mit Hilfe der Familie. Um 19.45 Uhr wurde die Polizei alarmiert. © ap
 
24 Stunden nach ihrem Verschwinden entdeckten Einsatzkräfte das tote Kind in einem Sack im Mühlgraben , einem Nebenarm der Mulde, nur etwa 250 Meter vom Wohnhaus entfernt. © ap
 
In der 17 000-Einwohner-Stadt Eilenburg herrschte Trauer und Entsetzen. Am Wohnhaus der Neunjährigen und an der Rathaustreppe legten Nachbarn, Freunde, Einwohner und Kindergruppen Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Viele von ihnen weinten. © ap
 
In der 17 000-Einwohner-Stadt Eilenburg herrschte Trauer und Entsetzen. Am Wohnhaus der Neunjährigen und an der Rathaustreppe legten Nachbarn, Freunde, Einwohner und Kindergruppen Blumen nieder und stellten Kerzen auf. Viele von ihnen weinten. © ap
 
Das Haus von Corinnas Eltern. Corinna ist das dritte Kind, das seit 2007 in der Region Leipzig einem Verbrechen zum Opfer fiel. 2007 starb der kleine Mitja, nachdem er brutal missbraucht worden war. Im Jahr 2008 wurde Michelle ermordet. © ap
 
Nach der Obduktion steht fest: Corinna wurde vergewaltigt und anschließend ermordet. “Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hans Strobl am Donnerstag. © ap
 
“Der Täter ist noch auf freiem Fuß.“ Zum genauen Tatablauf machte er keine Angaben. © ap
 
Die mit 80 Beamten besetzte Kripo-Sonderkommission “Corinna“ sucht mit Hochdruck nach Hinweisen auf den Täter. © ap
 
Als das Kind gefunden wurde, war es teilweise nackt. Die Polizei sucht nach den Kleidungsstücken. An diesem Freitag sollen noch einmal Spezialhunde eingesetzt werden. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap
 
Aus der befürchtung ist Gewissheit geworden. Die kleine Corinna (9) wurde Opfer eines Sexualverbrechens. Sehen Sie hier die Bilder der Suche und der Reaktionen auf ihren Tod. © ap

Anklagevertreter Jakob bescheinigte dem 39-Jährigen dagegen eine “große Kaltblütigkeit“. Er habe in der Schülerin nicht einen Menschen gesehen, sondern nur ein Objekt. Der arbeitslose Alkoholiker sei an jenem 28. Juli 2009 seinem Sex-Trieb gefolgt und habe sich abreagieren wollen. Er sei dann auf Corinna gestoßen, die zum Spielen nach draußen gegangen war. “Sie haben das Kind gesehen, es hat Sie überkommen“, sagte Jakob zu dem Angeklagten. Der 39-Jährige lockte die Neunjährige auf sein verwildertes Gartengrundstück, schaltete dort in einem Bauwagen einen Zeichentrickfilm an - und wollte das Kind sexuell missbrauchen. Als Corinna sich wehrte, würgte er sie solange, bis sie sich nicht mehr regte. Noch danach verging er sich an dem Mädchen. Das Urteil soll am Mittwoch gesprochen werden.

dpa

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