Ex-SED-Funktionär stapelte hoch 

Betrüger gab sich als Honorarkonsul aus

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Der falsche Honorarkonsul von Jordanien (l) und seine Frau (r) mit ihren Anwälten vor Gericht.

Neubrandenburg - Ein Hochstapler aus Vorpommern hat sich jahrelang als Honorarkonsul des Königreichs Jordanien ausgeben und Geschäftspartner abgezockt. Jetzt flog der Schwindel auf.

Der ehemalige Funktionär der SED hatte sich zwischen 2009 und 2012 als Honorarkonsul ausgegeben, residierte mit einer Scheinfirma auf Schloss Cosa bei Friedland und brachte mehrere Geschäftsleute um mehr als 100.000 Euro.

Dass die jordanische Botschaft in Berlin seinen Antrag auf Ernennung zum Honorarkonsul abgebrochen hatte, beeindruckte den Mann nicht: Laut der "Schweriner Volkszeitung" ließ er ein Schild an seinem Wohnsitz anbringen, das ihn als Träger dieses Titels auszeichnete, und druckte entsprechende Visitenkarten und Briefköpfe. Auch Partys richtete er aus und fälschte Dokumente. „Er hat einen Hang zur orientalischen Fantastik“, sagte Staatsanwalt Klaus Oerters.

Das Amtsgericht Neubrandenburg verurteilte den 64-Jährigen am Donnerstag zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren. Richterin Tanja Krüske befand ihn des gewerbsmäßigen Betruges und des Titelmissbrauchs für schuldig. Die Frau des Verurteilten erhielt wegen Beihilfe zum Betrug eine Bewährungsstrafe. Der Mann hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

dpa/hn

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