Vor laufender Kamera

Dreist oder naiv? Mann will Falschgeld einzahlen - Scheine trugen eindeutige Kennzeichnung

Falschgeld
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Falschgeld in NRW: Mann will Scheine mit eindeutigem Aufdruck einzahlen - die Kamera filmt alles mit. Jetzt ist sein Konto gesperrt. War er dreist - oder einfach nur sehr naiv?

  • In NRW wird ein Mann dabei erwischt, wie er versuchte, Falschgeld auf sein Konto einzuzahlen.
  • Die Kamera lief mit, das Konto des Mannes ist jetzt gesperrt.
  • Wie es dazu kam, ist jetzt Gegenstand von Ermittlungen.

Kierspe (Sauerland) - Auf richtig frischer Tat ertappt wurde ein Mann in Kierspe im Sauerland: Er hatte versucht, Falschgeld auf sein Konto einzuzahlen. Und das auf so dreiste Art und Weise, dass man nur den Kopf schütteln kann. Denn erstens lief die Überwachungskamera, als der Mann vor dem Bankautomaten stand und auf sein Konto zugreifen wollte. Und zweitens waren die Scheine auch nicht besonders gut gefälscht. Ganz im Gegenteil: Sie trugen einen Vermerk, der überdeutlich darauf aufmerksam macht, dass hier etwas nicht stimmen kann. Klar lesbar war „Copy“ quer über die Scheine gedruckt, wie die dpa berichtet.

Falschgeld mit Copy-Vermerk: Hintergrund gibt Ermittlern Rätsel auf

Polizeisprecher Christoph Hüls sagte gegenüber dem Portal Come-on.de, dass die Hintergründe noch völlig unklar seien. Dass der Mann versucht habe, Falschgeld loszuwerden, sei ebenso denkbar wie ein anderes Szenario: Vielleicht glaubte der Mann auch, dass es sich um echte Scheine handle. Ob er also unter die Kategorie „besonders dreiste und dumme Betrüger“ fällt oder eher für seine Naivität bemitleidet werden sollte, müssen erst die polizeilichen Ermittlungen zeigen. In jedem Fall ist klar: Das Konto des Mannes ist erst einmal gesperrt.

Falschgeld auch in Augsburg: 18-Jähriger wählte besonderes Versteck

Auch in Augsburg tauchte am gleichen Tag Falschgeld auf: Laut Augsburger Stadtzeitung wurde am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr ein 18-Jähriger dabei erwischt, wie er in einem Asiaimbiss mit einem falschen Fünfzig-Euro-Schein bezahlen wollte. Der Imbissbesitzer bemerkte den Betrugsversuch und rief die Polizei hinzu. Bei der Durchsuchung des Mannes wurden die Beamten erneut fündig, er hatte noch mehr Falschgeld bei sich - und zwar in seiner Unterhose.

Der Schüler wurde festgenommen und sieht sich jetzt mit dem gleichen Vorwurf konfrontiert wie der Mann im Sauerland: Beide müssen sich wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld verantworten.

Erst vor Kurzem stand ein 27-Jähriger wegen des Inumlaufbringens von Falschgeld vor Gericht.

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