Mumifizierte Leiche entdeckt 

Sie saß fünf Jahre tot in ihrem Jeep

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Niemand vermisste Pia, die 2008 einsam starb.

Pontiac - Fünf Jahre lang saß Pia Farrenkopf aus Pontiac (US-Staat Michigan) auf der Rückbank ihres Jeeps in der Garage ihres Hause. Jetzt wurde ihre mumifizierte Leiche entdeckt.

Ihr Leben muss einsam gewesen sein, ihr Tod ist ein Mysterium: Fünf Jahre lang saß Pia Farrenkopf aus Pontiac (US-Staat Michigan) auf der Rückbank ihres Jeeps in der Garage ihres Hause. Jetzt wurde ihre mumifizierte Leiche entdeckt. Ihr ungedecktes Konto hatte dazu geführt, dass ein Bankangestellter an ihrer Haustür klingelte. Er machte den grausigen Fund. Doch woran sie starb, ist völlig unklar.

Die eigentliche Tragödie ist jedoch, dass offenbar niemand Pia vermisste. Die 49-Jährige lebte allein und kinderlos in dem großen Haus. Nachbarn schilderten sie als sehr freundliche, umgängliche Frau, die aber auf ihre Privatsphäre achtete. Zudem sei sie beruflich viel unterwegs gewesen. Deshalb hätten sie wohl mal den Rasen mitgemäht, sich aber sonst keine Gedanken gemacht.

Was die Nachbarn nicht wussten: Kurz vor ihrem Tod hatte Pia Farrenkopf ihren Job verloren. Daher wurde sie auch an keinem Arbeitsplatz vermisst. Das Konto der Frau muss gut gefüllt gewesen sein, denn Daueraufträge wurden zuverlässig abgebucht, die Post, so heißt es, kam per Mail. Erst als das Geld zur Neige ging, rief das die Bank auf den Plan.

Ebenso wie ihr einsames Leben, wirft nun ihr Tod viele Fragen auf. Die mumifizierte Leiche wurde auf der Rückbank ihres Jeeps sitzend gefunden. Es gibt keine Anzeichen für einen Selbstmord etwa durch Abgase, denn der Autoschlüssel steckte nicht. War es also Mord? Oder hatte schlicht ihr Herz versagt? Warum saß sie dann aber nicht hinter dem Steuer? Fakt ist: Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Abgleich des Zahnschemas und eine DNA-Analyse sollen zudem sicherstellen, dass es sich bei der Leiche tatsächlich um Pia Farrenkopf handelt.

Nicht nur Polizei und Nachbarn rätseln über die letzten Stunden von Pia Farrenkopf. Auch die Nichte der Toten, Nina Logan, will wissen, was mit Pia geschah. Die 19-Jährige hat inzwischen eine Facebook-Seite erstellt. Auf „Mummified in Michigan“ gibt sie der Toten ein Gesicht – und eine Geschichte: „Sie war kein Niemand“, sagt Nina Logan. Tausende Menschen haben dort bereits kondoliert. „Meine Tante war eine glückliche, gesunde und intelligente Frau“, erklärte die Nichte einer Nachrichtenagentur. Es tue ihr unendlich leid, was geschehen sei. Ihre Mutter, Carroll Logan, sei eine Schwester der Toten. Die Familie lebe in Boston, man habe sich einfach irgendwann aus den Augen verloren.

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